Junge Union will Ampel-Koalition im Rathaus auf die Finger schauen

Von: Jan Schlegelmilch
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Die jungen Stolberger Christdemokraten bei einem Treffen mit Ministerpräsident Jürgen Rüttgers: Lukas Rogocki, Frederick Thielen, Christian Jansen, Jürgen Rüttgers, Sven Bienwald, Dominik B. Bayer und Norbert Augusto (v.l.).

Stolberg. Die Junge Union (JU) Stolberg ist mit 140 Mitgliedern die mit Abstand größte politische Jugendorganisation in der Kupferstadt. Auch im Bund zählt die JU als selbstständiger Verband von CDU und CSU mit 127.000 Mitgliedern die meisten Anhänger.

Ein Faktum, auf das man in Stolberg stolz ist, wie der Vorsitzende der JU Stolberg, Frederick Thielen, betont. Ebenso stolz ist Thielen auf das politische Engagement seiner Organisation - auch wenn sich nicht alle 140 Mitglieder gleich stark engagieren. „Man muss zwischen Aktiven und Nicht-Aktiven unterscheiden. Wir haben aber alleine einen 17-köpfigen Vorstand, aus dem auf jeden Fall alle Personen etwas machen”, erzählt Thielen, der das Interesse der Mitglieder an der JU Stolberg vor allem am hohen E-Mail-Verkehr und vielen Zugriffen auf die Internetseite ausmacht.

Über die Homepage der JU ist es auch möglich, Kontakt zur Organisation aufzunehmen. „Man kann uns natürlich auch persönlich auf einer unserer Veranstaltungen ansprechen”, empfängt Thielen Interessenten mit offenen Armen. Der Vorsitzende weist darauf hin, als Mitglied nicht zwangsläufig gleichzeitig ein Anhänger der CDU-Politik sein zu müssen, schließlich ist eine JU-Mitgliedschaft auch unabhängig von einer Mitgliedschaft in der CDU möglich. „Dafür sind wir auch da, um bei jugendpolitischen Themen der CDU auf die Füße zu treten.”

Das soll natürlich nicht heißen, dass das Verhältnis der JU zum Stadtverband und zur Ratsfraktion schlecht sei - im Gegenteil. „Wir haben es geschafft, mehr als die Hälfte des 17-köpfigen Vorstandes als sachkundige und stellvertretende sachkundige Bürger in die Stadtratsfraktion mit einzubringen”, erzählt Thielen, der der JU mittlerweile seit mehr als einem Jahr vorsitzt. „Viele JU-Mitglieder sind auch im Ortsverband aktiv. Das mag man gar nicht denken, aber die CDU in Stolberg ist eine sehr junge Partei. Und wir haben von der CDU schon etwas Freilauf, wir können alles machen.”

Drei „Standbeine”

Diesen „Freilauf” hat die Organisation genutzt, um drei „Standbeine” ihres politischen Engagements zu etablieren. Das erste Standbein ist die politische Bildung, „darunter fallen Stammtische und Diskussionen”, sagt Thielen. Als zweites Standbein hat sich eine regelmäßige Aktion des Quartals bewährt. So spendeten die jungen Christdemokraten in der Vergangenheit beispielsweise Blut, organisierten Spielrunden im Seniorenheim oder unterstützten die Stolberger Tafel.

Das bei der Stolberger Jugend wohl bekannteste Standbein sind derweil die Partys, die die JU regelmäßig organisiert. „Die nächste Summer Sensation ist wieder in Planung”, verrät Frederick Thielen. „Damit bieten wir in Stolberg auch etwas für junge Leute an. Was ist denn sonst für Jugendliche in Stolberg los?”, fragt der Vorsitzende.

Stolberg neu entdecken

Über ihr Veranstaltungsangebot will die JU auch versuchen, Stolberg für junge Leute attraktiver zu machen. Schließlich sei Stolberg vielfältiger und interessanter, als es auf den ersten Blick erscheint, so Thielen. „Wir entdecken Stolberg durch unsere Aktionen auch immer wieder neu.”

Darüber hinaus will die Organisation der Ampel-Koalition im Rathaus im Interesse der Jugend „ganz genau auf die Finger schauen”, sagt Thielen, insbesondere wenn es um die Sparzwänge der Stadt geht. Über das politische Geschehen in Stolberg gäbe es ohnehin immer viel zu besprechen, so Thielen, der sich mit seinen Vorstandskollegen einmal im Monat trifft und mit den JU-Mitgliedern ansonsten sehr viel über das Internet kommuniziert.

Der Kontakt mit anderen politischen Jugendorganisationen in Stolberg ist indes weitestgehend auf die Julis beschränkt. „Zu den Jusos ist leider kein ordentlicher Kontakt möglich”, meint Thielen. Einen Kontakt zur Linksjugend schließt der Vorsitzende aufgrund der politischen Gesinnung aus, mit der neu formierten Jugend der Grünen hat es noch keine Gespräche gegeben. Den anderen Jugendorganisationen ist die JU nach Frederick Thielen aber nicht nur in der Größe voraus: „Egal in welchem Punkt, wir sind auch die Aktivsten.”
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