Jugendkreuzweg mobilisiert den Nachwuchs

Von: Christoph Hahn
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Dem Kreuz nachgehen und dabei über das Gehörte nachdenken: Rund 50 Jugendliche machten sich beim ökumenischen Jugendkreuzweg in Zweifall auf die Spuren des christlichen Glaubens. Foto: C. Hahn

Stolberg. Symbolträchtig wirkte, was am Freitagabend in Zweifall geschah: Jugendliche machten sich auf - zu einander. Eine kurze Prozession führte rund 50 junge Frauen und Männer von der katholischen Pfarrkirche St. Rochus zur nahe gelegenen evangelischen Kirche an der Apfelhofstraße.

Mobilisiert hatte sie der Jugendkreuzweg. Und den gingen Katholiken und Evangelische, hier in einer schon seit rund 20 Jahren in Stolberg gepflegten Tradition folgend, in ökumenischer Eintracht gemeinsam.

Organisiert von der inzwischen pensionierten Pastoralreferentin Anne Radermacher mit Achim Richter von der evangelischen Kirchengemeinde Kornelimünster-Zweifall, zeichnete sich die vom Jugendhaus Düsseldorf konzipierte Liturgie durch eine zur Konzentration zwingenden Schlichtheit aus. Im Schnittpunkt der Blicke: das große Kreuz aus hellem Holz, das vor dem Altar im alten Teil von St. Rochus aufgestellt worden war.

Bezwingend indes wirkte die Atmosphäre, die sich in der Zweifaller katholischen Kirche wie von allein verbreitete. Gedämpftes Licht und wohl dosierte Worte: Wer das Gotteshaus betrat, konnte nicht umhin, still zu werden. Innehalten, die laute Welt einmal draußen lassen, über sich und den Glauben nachdenken: Das alles wirkte in diesem Rahmen nicht aufgesetzt, sondern ganz natürlich. Für viele der jungen Leute liegt es eh in der Zeit, sich solche Fragen zu stellen: So hatte etwa Ralf Lehmkühler, der als Gemeindereferent nicht nur in Vicht und Zweifall, sondern auch in Gressenich, Schevenhütte und Werth arbeitet, seine Firmgruppe mitgebracht. In ökumenischer Entsprechung hierzu waren auch Konfirmanden aus der evangelischen Kirchengemeinde gekommen.

Nichts Aufgesetztes war hier zu spüren: Hier machten sich Jugendliche mit einigen jungen und jung gebliebenen Erwachsenen gemeinsam auf den Weg. Zur Gruppe der jung gebliebenen Erwachsenen zählen im Übrigen auch Ute Gier, Marita von der Weiden und Franz Körfer: Auf Flöte, Gitarre und Keyboard trugen sie wesentlich zur meditativen Stimmung des Abends bei.

Einige Jugendliche nutzten nach dem eigentlichen Gottesdienst auch noch die Einladung ins evangelische Gemeindehaus zu Tee und Fladenbrot. Und dabei haben sie etwas erfahren, was gerade für ihren Glaubensweg auch nach der Firmung oder der Konfirmation wichtig sein wird: Gemeinschaft nämlich.
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