Radarfallen Blitzen Freisteller

Jeder Vierte ist zu schnell auf der Rathausumfahrt

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
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Blitz aus der Heckklappe: Auf der Rathausumfahrt haben die Behörden eine mobile Geschwindigkeitsmessstelle eingerichtet. Jedes vierte registrierte Fahrzeug war zu schnell. Foto: J. Lange

Stolberg. Auf etwa 20.000 Euro summieren dürften sich die Einnahmen innerhalb von drei Monaten, die aus Stolberg an die Städteregion fließen. Denn seit Mai hat die Straßenverkehrsbehörde eine neue mobile Messstelle für Überschreitungen von Geschwindigkeiten in der Innenstadt eingerichtet.

Dies nicht etwa weil sie so lukrativ ist, sondern weil die „Verkehrssituation sehr unübersichtlich ist und die zulässige Geschwindigkeit häufig überschritten wird”, erklärte Pressesprecher Hans-Josef Heinen auf Anfrage.

Der neue Parkplatz „An der Krone” ist zum regelmäßigen Standort der Radarwagen der Städteregion geworden. Zu recht, wie die Zahlen belegen. Am 27. Mai stand auf dem Parkplatz zum ersten Mal eines der Fahrzeuge, die viele Autofahrer oft zu spät erkennen. Das galt seitdem für jeden vierten Autofahrer auf der Rathausumfahrt, die eigentlich mit nur 30 km/h befahren werden darf. Aber offensichtlich drücken viele Fahrzeugführer noch einmal kräftig aufs Gaspedal, wenn sie von Büsbach oder dem Markt kommend Win Brauns Gemälde „Pour Alice” passieren.

Seit der Premiere waren die Radarwagen der Städteregion in den zwölf Wochen bis vergangenen Montag insgesamt 22 Mal zu Gast auf der Rathausumfahrt - vom Morgen bis zum Abend zu unterschiedlichen Tageszeiten für jeweils eine gute halbe Stunde. Zwei Mal im Mai, fünf Mal im Juni, acht Mal im Juli und sieben Mal im August waren die Radargeräte an der innerörtlichen Umgehungsstraße positioniert. Dabei registrierten die Überwacher 4893 passierende Fahrzeuge. Von diesen waren 1245 schneller als mit 30km/h unterwegs - also etwa 25 Prozent.

Der bisherige Spitzenreiter brachte es auf satte 64 Stundenkilometer auf der Strecke, auf der Fußgänger eigentlich nichts zu suchen haben, weder Kindergarten noch Seniorenheim zu finden sind und die bislang auch nicht aufgefallen ist durch eine exorbitante Unfallgefahr. Solche Gefahrenstellen sind normalerweise das Einsatzgebiet der Überwachungskräfte der Städteregion. In diesem Fall war die Besatzung eines eines Radarwagens von einem Passanten auf die Situation an der „Krone” aufmerksam gemacht worden.

Daraufhin hat die Städteregion dort zunächst mit einem automatischen Gerät eine Verkehrs- und Geschwindigkeitszählung vorgenommen. Dabei wurde registriert, dass 47 Prozent aller Fahrzeuge zu schnell unterwegs waren. Als beteiligte Behörden stimmten die Stadt und die Polizei, deren Verkehrsüberwachung auch erhebliche Geschindigkeitsverstöße aufgefallen waren, im Frühjahr der Einrichtung einer mobilen Messstelle zu. Seitdem wurde und wird weiterhin auf der Rathausumfahrt geblitzt.
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