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Jede Familie braucht gelegentlich Hilfe, um den Alltag zu meistern

Von: ds
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Eine helfende Hand mehr: Gudrun Zipperer (l.) unterstützt Mama Zofia Gottschalk (r.) im Alltag durch das Projekt Familienpaten. Derzeit laufen 18 Patenschaften in Stolberg. Foto (Archiv): N. Preller

Stolberg. Die Förderung ist vorbei, trotzdem bekommen Martina Küpper und Sabine Beckers weiterhin Geld. Geld, das liebe Menschen, engagierte Institutionen gerne geben, weil es in ein Projekt investiert wird, das einen Sinn hat: Nämlich „Familien stützen, Kinder schützen“.

Dabei geht es in dem Kooperationsprojekt des Bethlehem-Gesundheitszentrums, SkF und SKM darum, Familienpatenschaften zu gründen und zu fördern. 2009 wurde es aus der Taufe gehoben und hat sich mittlerweile etabliert. Es gibt rund 20 Patenschaften, die gut funktionieren, und auch wenn die staatliche Förderung nach drei Jahren beendet ist, geht es weiter.

Gerade erst überreicht Christel Ries 1100 Euro in Form eines symbolischen Schecks an Beckers und Küpper. Die verantwortliche Pflegefachkraft von Haus Lucia findet das Projekt Familienpaten toll. „Das möchten wir mit unserer Spende unterstützen“, sagt sie. Das Geld ist beim Adventsbasar zusammengekommen, der im Haus für Tages- und Kurzzeitpflege erstmalig stattgefunden hatte. Jede Menge Selbstgemachtes hatten die Mitarbeiter und Ehrenamtler von Haus Lucia angeboten. Es gab Eierlikör, Marmeladen, Stofftiere, Kräuteröle, -tees und -mischungen, Schmuck und gemalte Bilder; dazu Kaffee und Kuchen. „Wir hatten einen Reingewinn in Höhe von 800 Euro“, so Ries.

Im Januar feierte die älteste Ehrenamtlerin des Hauses, Ida Engelmann, ihren 90. Geburtstag. Statt Geschenken bekam sie von allen Seiten Geld, weil sich die engagierte Dame das so wünschte. „Und so konnten wir die Spende auf 1100 Euro erhöhen“, freut sich Christel Ries über die zusätzliche Summe, die Ida Engelmann obendrauf packte.

„Wir sind froh, dass wir das Projekt Familienpatenschaften auch über den Förderzeitraum von drei Jahren laufen lassen können. Das ist natürlich nur möglich mit solchen Aktionen und Spenden“, erklärt Martina Küpper. „Wir arbeiten mit Hochdruck an einer Anschlussfinanzierung“, ergänzt Sabine Beckers.

Jede Familie braucht gelegentlich Hilfe. Wenn die Anforderungen des Alltags über den Kopf wachsen, ist es hilfreich auf Verwandte, Freunde oder Nachbarn zurückgreifen zu können. Aber wenn eben keiner da ist, den man fragen kann, „möchten wir mit dem kostenlosen Angebot der Familienpatenschaften Familien genau in diesen Situationen zur Seite stehen“.

Wer eine sinnvolle Tätigkeit sucht und Familien ehrenamtlich bei anstehenden Herausforderungen unterstützen möchte, kann sich bei den beiden Koordinatorinnen melden: Martina Küpper, Telefon 02402/107-4595; Sabine Beckers, Telefon 02402/81007. Jede Patenschaft gestaltet sich individuell. Dies gilt natürlich auch für Familien, die einen Paten gut gebrauchen könnten.

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