Internationale Nachhaltigkeitsschau im Zinkhütter Hof

Von: Dirk Müller
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„Continium“-Sprecher Vojislav Miljanović (links) und Museumsleiter Sebastian Wenzler präsentieren die dreisprachige Ausstellung zum Thema „Nachhaltigkeit in der Euregio“ im Zinkhütter Hof. Foto: D. Müller

Stolberg. Seit Dienstag gastiert im Museum für Industrie-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte Zinkhütter Hof eine Wanderausstellung, die Projekte zur nachhaltigen Entwicklung in der Euregio Maas-Rhein zeigt. „Nachhaltigkeit ist ein zentrales Anliegen des zukunftsweisenden Kerkrader Discovery Centers Continium, daher haben wir dieses Thema mit unseren Projektpartnern wie dem Museum Zinkhütter Hof für eine Ausstellung aufbereitet“, erklärt Vojislav Miljanovi, Sprecher des „Continiums“.

Die Schau entstand im Rahmen des „Interreg IV-Projekts Edutainment“ – einem Regionalprogramm der Europäischen Union, das die grenzüberschreitende Zusammenarbeit fördert.

„Nachhaltigkeit“ stehe für die Idee, bei allem, was man tut, die Auswirkungen im Blick zu haben, erläutert Sebastian Wenzler, Leiter des Museums Zinkhütter Hof: „Mit dieser Ausstellung wollen wir besonders jungen Menschen mehr Sensibilität dafür vermitteln, die eigenen Handlungs- und Lebensweisen nach den Folgen für Mensch, Umwelt und Gesellschaft zu hinterfragen.“ Dazu gehöre vor allem das Bewusstsein, dass unserer Ressourcen wie Wasser, Energie und Rohstoffe begrenzt seien, betont Miljanovi: „Wir müssen sorgsam mit den noch verbleidenden Ressourcen umgehen und dürfen nicht mehr unbedacht handeln und von einem Tag auf den nächsten leben, sondern müssen an die Zukunft denken und unsere Taten darauf ausrichten.“ Positive Beispiele für nachhaltige Projekte in Deutschland, Belgien und den Niederlanden werden in der Ausstellung des „Continiums“ vorgestellt.

Vier große Elemente, die jeweils aus fünf Infosäulen bestehen, sind im Multifunktionsraum des Museums Zinkhütter Hof aufgebaut und präsentieren verschiedene Maßnahmen und Konzepte aus unserer Region. Die kurzen Texte in deutscher, niederländischer und französischer Sprache werden häufig durch „QR-Codes“ ergänzt, die mit Hilfe moderner Smartphones detailliertere Informationen zu den einzelnen Projekten liefern.

Zum Beispiel zu dem „Viertel von morgen“, das auf dem „Avantis“-Gelände Heerlen/Aachen entsteht. Bildung, Forschung, Wirtschaft und Staat schaffen dort gemeinsam eine stimulierende, nachhaltig bauliche Umgebung, wobei Technologien getestet werden, die künftig in Städten, Viertel und Gebäuden der Euregio angewendet werden können. Die Schnittstelle von baulicher Nachhaltigkeit und dem bewussten Umgang mit Energie demonstriert auch das „Super C“. Das studienfunktionale Zentrum der RWTH Aachen besticht mit Ästhetik und energetischer Optimierung gleichermaßen.

Dem solarthermischen Versuchskraftwerk Jülich ist ebenso eine Ausstellungssäule gewidmet wie der Lüttich-Energie-Herausforderung, bei der die Einwohner der belgischen Stadt versuchen, ihren Energieverbrauch zu reduzieren, oder dem Elternbetreuungsprojekt in Genk, denn Nachhaltigkeit ist ein Thema, das alle Lebensbereiche berührt. Ein Modul befasst sich mit einem Areal, das nicht weit vom Ausstellungsort Zinkhütter Hof an der Cockerillstraße entfernt ist: dem Camp Astrid. Dort soll ein Demonstrations- und Forschungszentrum für die Bereiche erneuerbare Energie, Umwelt und Technologien zum Erhalt natürlicher Ressourcen entwickelt werden – Nachhaltigkeit vor unserer Haustüre.

Im Anschluss an die Schau im Zinkhütter Hof wird die Ausstellung von Dienstag, 9. April, bis Mittwoch, 5. Juni im Discovery Center Continium im niederländischen Kerkrade zu sehen sein.

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