In der Innenstadt wird es zwei zusätzliche Klassen geben

Von: Michael Grobusch
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Stolberg. Die Diskussionen hatten es nach übereinstimmenden Schilderungen mehrerer Teilnehmer in sich. Doch am Ende eines sehr regen Austausches stand am späten Freitagnachmittag ein Kompromiss, mit dem offenbar alle Grundschulleiter in Stolberg leben können.

Die erneut vom Bildungsbüro der Städteregion moderierte Runde zur Verteilung der Eingangsklassen war notwendig geworden, weil die erwarteten Anmeldezahlen für das Jahr 2014/15 zum Teil erheblich von den tatsächlichen entfernt liegen. Mehr Kinder in der Innenstadt und weniger in den Außenbereichen Stolbergs machten ein Abweichen vom Grundsatzbeschluss erforderlich, den der Schulausschuss erst am 9. Oktober gefasst hatte.

Allerdings bleiben die festgelegten Zügigkeiten für die zehn Einrichtungen im Stadtgebiet nach Informationen unserer Zeitung von der gestrigen Einigung unberührt. Die Regelung setzt lediglich zunächst einmalige Änderungen für das kommende Schuljahr fest.

Demnach wird die Grundschule Höhenstraße wegen der erneut sehr großen Nachfrage nochmals drei Klassen bilden und erst im darauf folgenden Jahr auf zwei oder zweieinhalb „herunterfahren“. Unverändert zweieinhalbzügig und mit jahrgangsübergreifender Eingangsstufe kann die Hermannschule planen. Drei statt wie bisher vorgesehen zwei erste Klassen wird es an der Grüntalschule geben – ein Schritt, der in Schulleiter-Kreises als Ausnahme angesehen wird, weil der Schulentwicklungsplan der Bonner „Projektgruppe Bildung und Region“ (Biregio) schon für das Schuljahr 2015/16 wieder einen Rückgang bei der Zahl der Erstklässer im Innenstadt-Bereich prognostiziert.

Die zusätzlichen Kapazitäten in der City müssen teilweise in den Außenbereichen kompensiert werden. Während die Grundschulen Büsbach (bisher drei Eingangsklassen) und Prämienstraße (zwei) einen Tausch vornehmen und so eine elegante Lösung gefunden haben, wird die Grundschule Mausbach sich mit einer Klasse begnügen müssen. Diese Option gab es auch für das benachbarte Gressenich, wo es aber nun doch zwei Klassen geben soll, die allerdings mit jeweils 16 Schülern sehr klein ausfallen.

Grundsätzliche Überlegungen zu einem Zusammenschluss der beiden Einrichtungen und die Bildung eines Teilstandortes wurden dem Vernehmen nach zwar thematisiert, schließlich aber mit Blick auf das kommende Schuljahr ausgeklammert. „Mutige, einschneidende Entscheidungen“ könnte es entsprechend einer Forderung der Städteregion Aachen als zuständige Schulaufsicht dann aber für das darauf folgende Schuljahr geben.

Offizielle Stellungnahmen gab es im Übrigen – inzwischen fast schon traditionell – nicht von den Schulleitern. Auch der Schulausschuss-Vorsitzende Patrick Haas wollte sich auf Anfrage zunächst nicht äußern. Erst in der kommenden Woche, so sein Hinweis, werden die Beteiligten den jetzt erzielten Kompromiss der Öffentlichkeit vorstellen.

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