In aller Seelenruhe den ganzen Geldautomaten aus der Post geklaut

Von: -jül-
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Nur noch die Kabel des Stromanschlusses zeugen derzeit von der früheren Existenz des Automaten. Foto: Jürgen Lange

Stolberg. Geärgert hatte sich die Kundin, die am Mittag des Sonntags die Postfiliale an der Rathausstraße betrat, mehr über das Fehlen eines Zettels für die Kundschaft, denn sie das Fehlen des Geldautomaten geärgert hätte.

„Da ist der Geldautomat weg und noch nicht einmal ein Hinweis für die Kunden hängt hier”, soll sie sich bei der Polizei beschwert haben. Die schaute denn auch lieber sicherheitshalber mal selbst nach. Und stellte fest, dass in der Tat keine Nachricht für Postkunden aufgehängt war. Was aus Sicht der Postbank auch durchaus logisch erschien, denn das gelbe Bankinstitut ging selbstverständlich davon aus, dass der stählerne Geldautomat pflichtbewusst seinen Dienst verrichtete.

Das mag der ja auch bis Samstagmittag, als die Filiale schloss, getan haben, aber seit diesem Zeitpunkt verliert sich einfach die Spur des gut und gerne 500 Kilogramm schweren Automaten. Nicht so ganz, denn einige Spuren hinterließen die noch nicht bekannten Täter dann doch im Eingangsbereich der Postfiliale.

Denn die Hinterlassenschaften, die die Spurensicherung der Kriminalpolizei dann sicherstellte, lassen nur den einen Schluss zu: „Es müssen Profis am Werk gewesen sein”, sagt Polizeisprecher Paul Kemen. Das müssen ganze Kerle gewesen sein; denn sie haben den mannshohen Automaten aus seiner Halterung im Foyer der Post in aller Seelenruhe geflext und ihn dann ganz offensichtlich mit einer Sackkarre abtransportiert. Daraufhin deuten noch am Montagmorgen die schwarzen Reifenspuren auf den Bodenplatten ebenso wie die von der Polizei rot markierten Ziffern.

Die Spuren führen auf direktem Wege durch das Hauptportal auf die Rathausstraße. Dort wird nach dem Stand der polizeilichen Ermittlungen ein Lieferwagen vermutlich in der Hofzufahrt der Post gestanden haben, in den die Täter den Geldautomaten zum Abtransport hineingehievt haben müssen.

Warum bei der spektakulären Aktion zwischen Samstag- und Sonntagmittag kein Alarm ausgelöst wurde, ist derweil noch unklar. Der Schaden beträgt mehrere Tausend Euro; über die Höhe der Beute wird Stillschweigen gewahrt. Die Kripo in Stolberg bittet Zeugen, sich unter Tel. 9577-33201 oder -34210 (außerhalb der Bürodienstzeit) zu melden.
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