In 60 Jahren geht es mehr als ein Mal auf und ab

Von: Dirk Müller
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Vor 60 Jahren fing es an mit Liedern bei der Weihnachtsfeier: Der Männergesangverein der Dalliwerke feiert runden Geburtstag. Foto: D. Müller

Stolberg. Mit einem festlichen Mahl und natürlich einigen anschließenden Ständchen feierte der Männergesangverein (MGV) der Dalliwerke am Samstagabend sein Jubiläum in der Stolberger Burg.

Ein Jubiläum, das die Sänger mit Stolz und nicht als Selbstverständlichkeit begingen, denn in der 60-jährigen Geschichte des MGV ging es auf und ab wie in mancher Melodie, die der Herrenchor intoniert.

1951 sang eine kleine Gruppe von Arbeitern Lieder bei der Weihnachtsfeier. Dies bereitete den Sängern wie den Zuhörern Freude, so dass man sich entschloss, einen Chor zu gründen. Heinrich Wenzler übernahm die musikalische Leitung, und bald wohnten den wöchentlichen Proben rund 70 Arbeiter aus allen Berufsgruppen bei.

Nach einigen Ständchen auf Feiern erfolgte 1954 das erste Konzert mit dem Büsbacher Mandolinenorchester „Gut Klang”. Drei Jahre später schloss man sich dem Deutschen Sängerbund an, zahlreiche Konzerte gemeinsam mit anderen Chören und Musikvereinigungen erklangen über die nächsten Jahre in der Stolberger Stadthalle. Doch als der Dalli-Chor 1976 sein 25-jähriges Bestehen feierte, war die Anzahl der Sänger auf 30 geschrumpft. Heinrich Wenzler übergab den Dirigentenstab an seinen Sohn Leo Wenzler, und der MGV blieb mit vielen Konzerten aktiv, sang unter anderem in Marburg an der Lahn von der Freilichtbühne vor etwa 2000 Zuhörern - ein Höhepunkt der Vereinsgeschichte.

Chorgemeinschaft mit Vicht

„1998 zählten wir aber nur noch 15 Sänger und gründeten deshalb eine Chorgemeinschaft mit dem befreundeten MGV Vicht”, beschreibt der Vorsitzende Josef Heidenthal den weiteren Werdegang. Ein Jahr nach dem 50-jährigen Bestehen des Dalli-Chors musste Leo Wenzler das Dirigat abgeben, und einen Nachfolger zu finden gestaltete sich problematisch. Mit Hilfe des Sängerbundes konnte der MGV Ernst Priegnitz für ein Jahr als Leiter gewinnen, bevor Georg Vorhagen der Dirigent wurde. „Im Jahr 2007 kündigte dann der MGV Vicht aus organisatorischen Gründen die Chorgemeinschaft auf. Das wäre auch das Ende des Dalli-Chors gewesen, wenn nicht alle 14 Vichter Sänger unserem Werks-MGV beigetreten wären”, erinnert sich Heidenthal.

Diese Fusion sei aus der echten Freundschaft der Sangesbrüder entstanden, erklärt der Vorsitzende des MGV, der den Förderern dankt: „Wir konnten während der gesamten sechs Jahrzehnte unseres Bestehens immer auf die großzügige Unterstütztung der Familie Wirtz, der Geschäftsleitung und des Betriebsrats der Dalliwerke zählen. Dies und unsere Liebe zur Musik hat uns stets motiviert, weiter zu machen. Solange wir solche Unterstützung und die Freundschaft untereinander erfahren, werden wir auch weitersingen.”
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