Immobilienbranche auf Höhenflug

Von: Rolf Hohl
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Städteregion. Runter vom Konto, rein in den Beton. Die niedrigen Zinsen in Deutschland sorgen bei den Sparern für rote Köpfe, bei den Sparkassen Immobilien (S-Immo) hingegen für einen Höhenflug.

Die Immobilienvermittler mit Sitz in Würselen präsentierten am Donnerstag die Zahlen des Geschäftsjahres 2016 – und diese fielen so gut aus wie noch nie während des 25-jährigen Bestehens der S-Immo Aachen.

„Mit diesem kleinen Jubiläum können wir uns also auch über ein Rekordergebnis freuen“, konstatierte Franz Jansen, einer der beiden Geschäftsführer von S-Immo Aachen. Im vergangenen Jahr wurden nämlich Immobilien mit einem Volumen von rund 130 Millionen Euro vermittelt, das sind 30 Prozent mehr als noch im vorangegangenen Geschäftsjahr.

Jansen führte die Steigerung vor allem auf die niedrigen Zinsen zurück, die Immobilien für langfristige Investitionen attraktiver machten. Durch die Vermittlung der Neubaugebiete in Alsdorf-Ofden, der Ackerstraße in Eschweiler und der Kämpchenstraße in Herzogenrath konnten zudem 118 Grundstücke an ihre neuen Besitzer übergeben werden.

Lage nicht mehr entscheidend

Noch machen Ein- und Mehrfamilienhäuser den mit Abstand größten Teil des Vermittlungsgeschäfts der S-Immo aus. Es zeige sich aber, dass die Außengebiete für den Erwerb von Immobilien zusehends attraktiver werden. „Es ist bemerkenswert, dass der Preis und die Infrastruktur offenbar ausschlaggebender geworden sind als die Lage“, bestätigte Dietmar Röhrig, ebenfalls Geschäftsführer der S-Immo Aachen.

Erfreulich habe sich der jüngste Geschäftsbereich, die Haus- und Grundstückverwaltung, entwickelt. In den vergangenen zwei Jahren habe sich die Zahl der Mandanten beinahe verdoppelt und die Tendenz gebe Hinweise auf weiteres Wachstum in dem Bereich.

Jüngste Meldungen, dass Immobilien als Anlageobjekte an Attraktivität verlieren könnten, konnte Jansen zumindest für die Städteregion nicht bestätigen. Es sei möglich, dass nun der Zenit der steigenden Immobilienpreise erreicht sei, diese sich nun aber auf diesem Niveau verfestigen werden, sagte er.

Jansen riet aber zu Vorsicht beim Kauf von Objekten zur Vermietung wegen der anfallenden Kosten für die Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. „Das ist auch im Sinne der späteren Mieter, die schnell an eine Grenze geraten, über der sie die Kosten nicht mehr bezahlen können.“

Für die kommenden Jahre rechnen die Immobilienvermittler mit keinen wesentlichen Veränderungen in ihren Geschäftsbereichen. Nach Einschätzungen des Mutterhauses, der Sparkasse, sei nicht mit einer grundlegenden Änderung der aktuellen Zinspolitik zu rechnen.

Damit dürfte es für viele Menschen weiter interessant bleiben, ihre Ersparnisse statt in die Bank lieber ins Eigenheim zu stecken.

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