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Im zweiten Anlauf soll die Einigung erreicht werden

Von: Michael Grobusch
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Stolberg. Die Chancen auf einen Standortsicherungsvertrag für das Stolberger Metallwerk sind wieder deutlich gestiegen. Nachdem der erste Versuch einer Einigung vor 14 Tagen in allerletzter Sekunde gescheitert war (wir berichteten), könnte es in der kommenden Woche nun doch zum positiven Abschluss der nunmehr seit mehr als sieben Monaten dauernden Verhandlungen kommen.

Nach Informationen unserer Zeitung haben am Dienstag die der IG Metall angeschlossenen Mitarbeiter der KME-Tochter und somit rund 90 Prozent der 180-köpfigen Belegschaft über den Vertragsentwurf abgestimmt und sich mit großer Mehrheit für diesen ausgesprochen. Demnach würde es eine bis Frühjahr 2016 festgeschriebene Standortsicherung geben – ohne das von den Arbeitgebern geforderte Sonderkündigungsrecht, das letztlich der Grund für das Scheitern gewesen war.

Neben dem Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen und Werksverträgen verpflichtet sich die Geschäftsleitung auch zu Investitionen in Höhe von etwa drei Millionen Euro in Stolberg. Im Gegenzug erklären sich die Arbeitnehmer bereit, wesentlich zum angestrebten Einsparvolumen von 3,6 Millionen Euro beizutragen. Das soll durch den Verzicht auf Teile von Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie durch unbezahlte Mehrheit geschehen, die in drei Schritten von wöchentlich zunächst drei Stunden auf letztlich eine Stunde reduziert wird.

Anders als beim ersten Versuch, als Arbeitgeber und Arbeitnehmer lediglich Eckpunkte ihrer Verhandlungen fixiert hatten, liegt diesmal ein fertiger Vertragstext vor. Er wird dem Vernehmen nach nun von den Juristen beider Seiten geprüft und könnte Anfang nächster Woche unterzeichnet werden. Erst danach soll offiziell Vollzug gemeldet werden. Eine Stellungnahme dazu gab es gestern weder von Betriebsrat und IG Metall noch von Unternehmensseite.

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