Stolberg - Im Schatten der Burg wird gerockt

Im Schatten der Burg wird gerockt

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:

Stolberg. Gleich mehrere Ansprüche verfolgen die Organisatoren von „Rockballast”, der Open Air Rock Fete auf dem Gelände des Burghauses.

Marita Matousek und Erwin Görres wollen in erster Linie das kulturelle Angebot der Kupferstadt in den Bereichen Rock, Pop, Blues und Jazz erweitern, indem sie verschiedenen Musikensembles eine Plattform und dem Publikum gute Musik bieten.

Außerdem sehen sie im „Rockballast” einen Beitrag zur Wiederbelebung der Stolberger Altstadt. Diesen Zielsetzungen wurde das Konzert am Fuße der Burg am Samstag erneut gerecht.

Drei Bands standen bei der diesjährigen Auflage des „Rockballast” auf dem Programm und präsentierten dem begeisterten Publikum höchst abwechslungsreiche musikalische Unterhaltung auf hohem Niveau. Den Anfang machte das „Ensemble Musikstudio Stolberg” unter der Leitung von Norbert Walter Peters. Die wahrlich internationale Formation, in der neben Deutschland auch England, Frankreich, Polen und Sri Lanka repräsentiert waren, überzeugte besonders durch einfühlsame Balladen.

Mit Clarisse Poschen, Alice Schweinoch, Kevin Moon (Gesang), Robin Angermann (Drums, Bass, Gitarre), Stefan Wendorff (Gitarre) und Rajawarmam Thulasithas (Bass, Perkussion) hatte Peters sechs seiner talentierten Musikschüler auf die Bühne gebracht, die Songs von Shakira, Kelly Clarkson und Milow eindrucksvoll intonierten.

Hervorragend stimmte das Stolberger Ensemble mit Liedern von Michael Bubl, Tracy Chapman und den „Rolling Stones” auf das weitere musikalische Geschehen des Abends ein. Dieses prägte in der Folge die Band „Chief Rockhead” mit ihrem energiegeladenen Rock, der das Fundament der Burg zum Beben brachte. Das Trio zündete ein Rock-Feuerwerk aus hauptsächlich eigenen Kompositionen, die eingängig und melodiös die Bandbreite von Rock, Blues und Rockabilly abdeckten.

Tribut an den „King”

Aber auch „Summertime Blues”, „Run for Cover” und „20 Flight Rock”, Stücke von Eddie Cochran, rissen das Publikum ebenso mit wie „Chief Rockheads” Hommage an den „King of Rock´n´Roll”. Elvis Presleys „Burning Love” war einer der vielen Höhepunkte der glänzenden Show der Band.

Die belgisch-deutsche Coverband „Zenith” rundete mit ihrem facettenreichen Repertoire die überaus gelungene Veranstaltung stimmungsvoll ab. Die Musiker boten bekannte Hits diverser Musikgenres professionell und leidenschaftlich dar.

Sommerliche Reggae-Rhythmen von Bob Marleys „Could you be loved” oder „No Woman no Cry” beherrschte „Zenith” gleichermaßen wie fetzige Rocksongs à la „Use Somebody” der „Kings of Leon” oder „Seven Nation Army” des Duos „The White Stripes”. Moderne Balladen wie „Tired of using technology” oder Charlie Winstons „Like a Hobo” wurden von der Band ebenfalls stilsicher vertont und vom Publikum lautstark durch Mitsingen und Applaudieren gefeiert.
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