Stolberg - Im November fällt für die Kita der Startschuss

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Im November fällt für die Kita der Startschuss

Von: Michael Grobusch
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Ausblick auf das Baugrundstüc
Ausblick auf das Baugrundstück: Unweit der Jugendberufshilfe, auf der Wiese am Obersteinfeld, wird die Kindertagesstätte der Caritas Lebenswelten entstehen. Foto: M. Grobusch

Stolberg. Offene Kommunikation gehört nach eigenem Bekunden zu den Grundsätzen der Caritas Lebenswelten. Und so wird an diesem Mittag bei der offiziellen Präsentation auch gar nicht erst um den sprichwörtlichen heißen Brei geredet.

„Wir haben zweifellos einen wesentlichen Anteil an der Hängepartie gehabt”, räumt Fachbereichsleiter Guido Rothkopf mit Blick auf die fast vier Jahre ein, die zwischen erster Kontaktaufnahme und konkretem Projektbeginn liegen. Ein Führungswechsel bei dem katholischen Träger hatte zwischenzeitlich dafür gesorgt, dass sich Lebenswelten und Stadt Stolberg (fast) wieder aus den Augen verloren hatten.

Jetzt aber treten sie Seite an Seite auf und üben mehr als nur Blickkontakt. „Es hat sich eine sehr partnerschaftliche Zusammenarbeit entwickelt”, freut sich Geschäftsführer Marc Inderfurth. Und aus dieser soll bis zum Sommer 2012 die neue Kindertagesstätte am Obersteinfeld entstehen.

Der Zeitplan ist ambitioniert, doch wird, wie Guido Rothkopf versichert, von den Fachleuten weiterhin als machbar eingestuft: Am 6. August soll die viergruppige integrative Einrichtung mit ihren insgesamt 55 Plätzen eröffnet werden. Das Planungsverfahren ist in diesen Tagen abgeschlossen worden, der bereits vorbereitete Bauantrag kann in Kürze eingereicht werden. Spätestens Mitte November nehmen dann die Bagger ihre Arbeit auf.

Bau- und Überzeugungsarbeit

Mit dem Bauland betreten die Caritas Lebenswelten auch Neuland, denn erstmals werden sie in einer Kommune, in der sie bis dato noch nicht vertreten sind, eine komplett neue Kita einrichten. „Das ist ein spannender Prozess”, sagt Guido Rothkopf und spricht von einem „Kaltstart”. Immerhin aber kann er auf die Erfahrung von elf Kindertagesstätten zurückgreifen, die die Lebenswelten in der Region betreiben.

Neben den Bauarbeiten wird in den kommenden Wochen auch Überzeugungsarbeit auf dem Programm stehen. Überzeugt werden sollen die Stolberger von dem ausgereiften Konzept, das der Stadt Stolberg, so lobt deren zuständiger Fachbereichsleiter Willi Seyffarth, den Weg bereitet für die integrative Betreuung im Bereich der unter Dreijährigen. Zugleich müssen aber auch Ängste genommen werden. „Wir werden keine andere Einrichtung in ihrem Bestand gefährden, sondern ein zusätzliches Angebot bieten, das laut der Bedarfsplanung der Stadt erforderlich ist”, stellt Marc Inderfurth klar. Und Josef Offergeld, Abteilungsleiter im Jugendamt, unterstreicht: „Es leben ausreichend Kinder in dem Sozialraum.”

Noch einem weiteren möglichen Einwand treten die Verantwortlichen - wohl in erster Linie mit Blick auf die innerstädtische Bevölkerungsstruktur - entgegen: „Wir sind zwar ein katholischer Träger, aber unsere Einrichtungen sind immer ein Spiegelbild der Gesellschaft”, so Geschäftsführer Inderfurth.

Wohl auch deshalb werden die Caritas Lebenswelten Birgit Thielen mit der Leitung der Kita am Obersteinfeld betrauen. Sie hat vielfältige Erfahrung mit Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung aufzuweisen, war für das Mutter-Kind-Kurhaus in Höfen verantwortlich - und ist Stolbergerin. Auch sie wird sich zunächst darum bemühen „viele Kontakte zu knüpfen und uns in das Bewusstsein der Stolberger zu bringen”. Dazu soll auch eine Sprechstunde beitragen, die Thielen ab der kommenden Woche immer dienstags von 9 bis 11 Uhr und mittwochs von 14 bis 16 Uhr im Rolandshaus anbietet. Außerdem wird es am Mittwoch, 30. November, an gleicher Stelle einen ersten Eltern-Informationsabend geben.
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