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Im Museumssägewerk beginnt die Saison

Von: Heike Eisenmenger
Letzte Aktualisierung:
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Karl-Heinz Kaiser (links) und Bruno Kettenus freuen sich darauf, Besuchern die alte Sägewerktechnik näher zu bringen. Foto: H. Eisenmenger

Stolberg-Zweifall. Den Saisonstart im Museumssägewerk am Solchbachtal hatten sich Karl-Heinz Kaiser und Bruno Kettenus schon ein wenig anders vorgestellt. Blauer Himmel, Sonnenschein, Frühlingsduft liegt in der Luft - beste Voraussetzungen für Besucher also, und doch lässt sich keiner in dem urigen Holzhaus blicken.

„Schönes Wetter ist eigentlich ideal, aber zeitgleich werden in der Umgebung Stadt- und Frühlingsfeste veranstaltet”, hat Kettenus, einer der Aktiven im Förderverein des Zweifaller Museumssägewerks, eine Erklärung. Sicherlich mag auch eine Rolle spielen, dass es der erste Tag in diesem Jahr ist, an dem das Thermometer auf 25 Grad Celsius angestiegen ist. Nach den langen Wintermonaten gieren viele Menschen nach Sonne und nicht selten nutzen die Gelegenheit, um im Garten zu grillen oder Ausflüge zu unternehmen.

Die Ehrenamtler des Museumssägewerks erzählen auf kurzweilige Art die wirtschaftliche Entwicklung des Ortes, die durch den Wald, der Zweifall umgibt, geprägt ist. „Viele Familien lebten vom Handel mit Holz oder von der Holzverarbeitung”, erläutert Ehrenamtler Karl-Heinz Kaiser. „Es finden regelmäßig Vorführungen statt, bei denen mit den alten Maschinen gearbeitet wird”, beschreibt Kaiser.

Die alte Technik begreifen

Es sind aber nicht nur Sägegatter und Bandsäge in Betrieb, sondern auch historische Aufnahmen und Werkzeuge geben Einblicke in frühere Zeiten. Zumal die Mitarbeiter, die sich um die Besucher kümmern, so anschaulich erklären, dass Erwachsene wie Kinder gleichermaßen die Technik begreifen.

Auch für Karl-Heinz Kaiser war die Sägewerktechnik zu Beginn ein unbekanntes Feld. „Ich hatte mitverfolgt, wie das Museumssägewerk aufgebaut wurde, und fand es toll, dass die alten Maschinen hier für die Nachwelt bewahrt werden.” Irgendwann, als Kaiser wieder mit seiner Frau am Museumssägewerk vorbeispazierte, sagte er zu ihr: „Darüber möchte ich mehr erfahren, das interessiert mich.” Zudem habe seine Mitgliedschaft einen weiteren positiven Nebeneffekt: „Man kommt hier mit netten Leuten in Kontakt”, gibt der 69-Jährige seinem Vereinskameraden Bruno Kettenus einen freundschaftlichen Klaps auf den Rücken.

„Anfangs habe ich nur zugehört. Jetzt, nach einem Jahr, kann ich selber einiges erzählen und Fragen beantworten. Aber trotzdem lerne ich immer noch dazu”, sagt der Büsbacher, der früher bei einem regionalen Energieversorger arbeitete. Kettenus gehört unterdessen als ehemaliger Sägewerkmitarbeiter zu den Experten im Verein, die alte Technik ist ihm bestens vertraut. „Früher, als ich noch ein Kind war, wurden die Maschinen alle mit Dampf angetrieben”, erzählt der 70-Jährige. Später dann war Strom die Antriebsquelle. Wie Kaiser so fasziniert auch Kettenus die Robustheit und ausgeklügelte Mechanik an den alten Maschinen. Und beide sind überzeugt. „Die laufen auch noch in 100 Jahren.”

Vorführungen jeden dritten Samstag im Monat

Vorführungen im Museumssägewerk an der Jägerhausstraße 148 (Parkplatz Solchbachtal, gleich hinter dem Forsthaus) gibt es jeden dritten Samstag im Monat um 16 Uhr sowie nach Vereinbarung.

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