Im „Ideen-Café“ steht Klimaschutz auf der Karte

Von: dim
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In kleinen Gruppen sammeln die Teilnehmer an der Klima-Konferenz viele Anregungen. Foto: Dirk Müller
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Umweltwissenschaftlerin Maren Schulz erläutert das Konzept der Klima-Konferenz für Eschweiler und Stolberg. Foto: D. Müller

Stolberg. „Klimaschutz beginnt bei uns“ – so das Motto der Veranstaltung der Städteregion, die für die Kommunen Eschweiler und Stolberg im Museum Zinkhütter Hof stattgefunden hat. Nachdem Ferdi Gatzweiler, Bürgermeister der Kupferstadt, die Anwesenden begrüßt hatte, erläuterte Diplom-Umweltwissenschaftlerin Maren Schulz von der „Gertec“ Ingenieurgesellschaft das Prinzip des „Ideen-Cafés“, nach dem die Klima-Konferenz vonstattenging.

In bis zu siebenköpfigen Gruppen sollten die Themen Energie, Mobilität und Engagement je etwa 30 Minuten lang frei diskutiert und Anregungen gesammelt werden, wie Klimaschutz auf kommunaler Ebene vorangetrieben werden kann.

Die Klima-Konferenz sollte vor allem den Eschweiler und Stolberger Bürgern die Gelegenheit geben, sich aktiv an der Ideensammlung zu beteiligen, doch die „Otto-Normal-Bürger“ waren im Zinkhütter Hof eindeutig in der Minderheit. Von den rund 30 Teilnehmern an der Konferenz waren fünf „Tisch-Moderatoren“ der Städteregion beziehungsweise der Ingenieurgesellschaft, die Gäste kamen überwiegend aus Verwaltung und Politik der beiden Städte. Die nur mäßige Resonanz und die Konstellation der Konferenzteilnehmer taten der Qualität der einzelnen Diskussionsrunden allerdings keinen Abbruch.

Beim Thema Engagement zum Beispiel brachten die jeweiligen Gruppen schnell auf den Punkt, wie jeder Bürger leicht den Klimaschutz unterstützen kann. „Obst und Gemüse regional und saisonal kaufen und nicht dreifach einpacken“, „Wäsche an die Leine und nicht in den Trockner“ oder „Grundlagen für Energiebewusstsein schon in jungen Jahren vermitteln“, lauteten die ersten Ergebnisse.

Auch der Themenbereich Energie förderte interessante Ansätze zutage, wie etwa, dass öffentliche Träger Ökostrom verwenden sollten, die Kommunen beispielsweise für Straßenbeleuchtung. „Unabhängige Energieberater einsetzen“ war eine der Empfehlungen an die Städte.

Letztere wurde von Konferenzteilnehmer Gerhard Weiß, Energieberater der Verbraucherzentrale, mit lächelndem Kopfnicken quittiert. In puncto Mobilität erwiesen die Gruppen sich als besonders ideenreich. Angefangen bei intelligenteren Ampelschaltungen, die häufiges Anfahren und Abbremsen verringern könnten, über bessere Angebote von Carsharing, Infrastruktur bezüglich E-Bikes bis hin zu Elektro-Autos als Dienstfahrzeuge reichten die Vorschläge. Weiterhin wurde angeregt, die Fahrpreise im öffentlichen Personennahverkehr zu senken, ungenutzte Bahnstrecken wieder in Betrieb zu nehmen und eine bessere Nahversorgung zu unterstützen, damit Autofahrten vermieden werden.

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