Im Herbst soll Kistenplatz eine Baustelle sein

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
kisten10-bu
Bahn frei für ein Nahversorgungszentrum in Atsch: Auf dem Kistenplatz könnten im Herbst die Bauarbeiten beginnen. Foto: H. Eisenmenger

Stolberg. Bei dem von Dirk Schlun projektierten Fachmarktzentrum in Niederzier soll´s jetzt zügig vorangehen, und auch beim Kistenplatz in Atsch möchte der Investor Gas geben. Während die „Neue Mitte” in dem Ort am Rande des Tagebaus im September bezugsfertig sein soll, schwebt Schlun für den Herbst ein Baubeginn an der Atscher Eisenbahnstraße vor.

Ein ambitionierter Zeitplan, doch wenn alle Vorbereitungen optimal laufen und mit der nun erwünschten Änderung der Bauleitplanung parallel ein Bauantrag eingereicht wird, könnte im Spätherbst mit der Realisierung eines Wunsches der Atscher Bevölkerung begonnen werden, bremst Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt voreilige Erwartungen.

Aber die Stadt ist bemüht, mit am zeitlichen Strang zu ziehen. Noch vor den Osterferien soll die erneute Offenlage für den Bebauungsplan erfolgen, vor den Sommerferien könnte er rechtskräftig werden.

Dabei liegt eigentlich bereits seit Herbst 2008 ein von der Bezirksregierung genehmigter Flächennutzungsplan und ein beschlossener Bebauungsplan für den Kistenplatz vor. Nur veröffentlicht wurde die Bauleitplanung noch nicht, so dass sie keine Rechtskraft erlangen konnte. Das lag an „vermarktungstechnischen Schwierigkeiten und Verzögerungen”, verweist Pickhardt in seiner Vorlage für den Ausschuss für Stadtentwicklung darauf, dass die Vereinbarungen zwischen Investor und Stadt bis dato nicht erfüllt werden konnten.

Die fehlende Rechtskraft erweist sich nun als eine günstige Fügung, denn sie vereinfacht das Verfahren zur Anpassung an ein modifiziertes Ansiedlungskonzept, das Dirk Schlun für den Kistenplatz in Absprache mit seinen potenziellen Ankermietern erarbeitet hat. Denn im Laufe der Zeit haben sich die Rahmenbedingungen für eine Ansiedlung von Einzelhandel gewandelt, und die Konzerne haben dezidierte Konzepte für ihre Vermarktungsstrategie entwickelt.

Ursprünglich war angedacht, einen Supermarkt mit 1200 Quadratmetern nebst einem Getränkemarkt mit 600m2 Verkaufsfläche anzusiedeln - neben einem kleinen Gewerbegebiet im südwestlichen Bereich des insgesamt 2,5 Hektar großen Areals.

Heute sieht die Planung vor, dass Edeka einen 1500m2 großen Vollsortimenter sowie DM einen Drogeriemarkt mit 600m2 Verkaufsfläche an der Eisenbahnstraße betreiben möchten, so dass insgesamt gesehen die Verkaufsfläche um 300m2 vergrößert wird. Nur unerheblich verändert werden dabei die Umrisse für den Gewerbebereich, der „nun klarer getrennt werden soll von den Nahversorgern”, erklärt Dirk Schlun. Die übrigen Rahmenbedingungen, wie die Fußwegeverbindung in die Hamm und die Erschließung über die Landesstraße 23, bleiben bestehen.

Trotz dieser überschaubaren Veränderungen muss formal gesehen der Bebauungsplan überarbeitet, der Flächennutzungsplan erneut angepasst und das städteregionale Einvernehmen hergestellt werden, damit das Ansiedlungskonzept für den Kistenplatz realisiert und die Nahversorgung in Atsch sichergestellt werden kann.

Der Stadtrat soll bereits am 15.März die veränderte Planung und ihre erneute Offenlage beschließen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert