Ihre Wurzeln hat sie nicht vergessen: Schwester Maria Regina

Von: Michael Grobusch
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Zurück zu den Wurzeln: Dem Universitätsklinikum Homburg/Saar, wo sie von 1969 bis 1974 als Krankenpflegerin tätig war, überreichte Schwester Maria Regia zum 100-jährigen Bestehen eine wertvolle Fachschrift des Aachener Arztes Dr. Heinrich Hahn. Foto: M. Grobusch

Stolberg-Zweifall. Ein weit reichendes Medienecho ist Schwester Maria Regina gewohnt, seitdem sie mit den Zweifaller Karmelitinnen gegen den Bischof aufbegehrt und sich erfolgreich gegen die Schließung ihres Klosters Maria Königin gewehrt hat. Und wenn auch der Karmel auf den Anhöhen des Stolberger Südens vom Bistum als aufgelöst betrachtet und deshalb seit geraumer Zeit ignoriert wird, erfahren die Schwestern in Stolberg und auch weit über die Stadtgrenzen hinaus nach wie vor viel Aufmerksamkeit, Anerkennung.

Jüngstes Beispiel: Für die neue Ausstellung von Pater Laurentius, die am ersten Adventswochende eröffnet werden soll, hat kein Geringerer als der ehemalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker die Schirmherrschaft übernommen.

Große Sympathien - und eine große Resonanz in den örtlichem Medien - wurden Schwester Maria Regina jetzt auch in Homburg zuteil. Dort nahm sie an den Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen der Universitätsklinik des Saarlandes teil. „Ich habe dort vier Jahre gearbeitet und pflege bis heute gute Kontakte zu meiner früheren Heimat”, erinnert sich die Subpriorin gerne an ihre Zeit an der Saar zurück. Von 1969 bis 1974 war sie in der Uniklinik als Krankenpflegerin tätig, die folgenden Jahre lebte und arbeitete sie in Bonn, ehe sie 1987 dem Orden der Karmelitinnen beitrat.

Dass ihre Zeit in Homburg eine ganz besondere war, brachte Maria Regina auch in ihrem Geschenk zum Ausdruck: In einem Antiquariat hatte sie eine preisgekrönte Fachschrift von Dr. Heinrich Hahn entdeckt. In dieser hatte sich der Aachener, der 1832 mit einigen Weggefährten den Franziskus-Xaverius-Missionsverein und damit den Vorläufer des internationalen katholischen Missionswerkes „missio” gegründet hatte, mit der „Meningitis Tuberculosa” unter klinischen Gesichtspunkten auseinandergesetzt. Das Dokument aus dem Jahr 1857 wurde von Professor Hans Köhler mit Freude entgegengenommen. „Die Fachschrift stellt eine große Bereicherung für unsere Bibliothek dar”, dankte der ärztliche Direktor des Universitätsklinikums der zum Festakt angereisten Zweifaller Schwester für ihr Geschenk.

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