Aachen/Stolberg - IG Metall, IGBCE und SPD fordern eine gerechte Entlohnung

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IG Metall, IGBCE und SPD fordern eine gerechte Entlohnung

Von: dim
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Bei einem bunten Programm vor dem Stolberger Rathaus hatten am 1. Mai auch die Kinder ihren besonderen Spaß. Foto: D. Müller

Aachen/Stolberg. Bei strahlendem Sonnenschein, einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm und zahlreichen Attraktionen für Kinder hatten die Gewerkschaften IG Metall, IGBCE und die SPD zum großen Familienfest auf dem Kaiserplatz eingeladen, und Hunderte Besucher feierten dort am 1. Mai den Tag der Arbeit.

In seiner Rede forderte Helmut Wirtz, 1. Bevollmächtigter der IG Metall für Stolberg und Eschweiler, in Europa müsse die Jugendarbeitslosigkeit besser bekämpft werden. Und: „Wir brauchen sichere und faire Arbeitsplätze in Europa, keine prekären und schlecht bezahlten Jobs.“ Dafür lohne es sich zu streiten, und bei der Europawahl seine Stimme abzugeben.

Wirtz verwies auf die gute Arbeit der Gewerkschaften in den vergangenen Monaten. IG Metall, IGBCE und Ver.di hätten wichtige Tarifrunden erfolgreich abgeschlossen. Dass die Betriebsratswahlen vor Ort die Stärke der IG Metall zeigen, belegte Wirtz mit Zahlen aus Stolberg und Eschweiler: „In März und April wurden insgesamt 172 Betriebsratsmitglieder gewählt, davon sind 168 Mitglied in der IG Metall.

Das zeigt das riesige Vertrauen in unsere Gewerkschaft.“ Manfred Maresch, Bezirksleiter der IGBCE Alsdorf, nannte es einen „Skandal“, dass „Menschen für 4,50 Euro die Stunde arbeiten gehen“ und betonte, die Rentenreform sei unbedingt nötig.

Sich weiterhin für handlungsfähige Kommunen einzusetzen, versprach Bürgermeister Ferdi Gatzweiler: „Die Arbeiter erwirtschaften viel Geld für unser Land, und es steht ihnen deshalb auch zu, in ihren Kommunen gute Infrastruktur, Bildungs-, Kultur- und Freizeitmöglichkeiten vorzufinden.“

Kampf gegen Extremismus

Für die Teilnahme an den Wahlen am 25. Mai warb auch der SPD-Landtagsabgeordnete Stefan Kämmerling: Von einer geringen Wahlbeteiligung profitierten nur die Extremisten. Stolberg müsse sich im Kampf gegen ein menschenfeindliches Weltbild wahrlich nicht verstecken, betonte Kämmerling. Die Städteregionsrätintkandidatin Christiane Karl erinnerte an die Zerschlagung der Gewerkschaften durch die Nazis vor 81 Jahren und hob hervor, dass „unsere Geschichte dazu verpflichtet, Nazis und Rassisten keinen Platz in unserer Gesellschaft zu geben“. Karl sagte außerdem: „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit muss endlich gesetzlich geregelt werden“. Sie bezeichnete Bildung als ein Grundrecht. Die SPD wolle die Städteregion Aachen „zu der internationalen Ausbildungs- und Wissensregion“ gestalten.

Vor rund 1000 Demonstrationsteilnehmern hatte der Aachener DGB-Chef, Ralf Woelk, auf dem Aachener Markt den Ukraine-Konflikt angesprochen und vor einem Kalten Krieg gewarnt. In seiner Rede feierte Woelk zudem die Einführung des Mindestlohns von 8,50 Euro als Erfolg der Gewerkschaften. Jetzt gehe es an die Umsetzung in die Praxis. Der portugiesische Gewerkschafter Americo Monteiro berichtete von der wirtschaftlichen Situation in seinem Heimatland.

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