Iftar-Essen beendet den Ramadan

Von: dö
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Bildungsvorstand Kenan Demir a
Bildungsvorstand Kenan Demir als Muezzin. Foto: T. Dörflinger

Stolberg. Mit dem Fastenbrechen - arabisch id al-fitr und türkisch Ramazan Bayram genannt - haben Stolbergs Muslime am Wochenende das Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan gefeiert.

Da­zu hatte man im Saal der Stadthalle sowie auf dem Olof-Palme-Friedensplatz Tische und Stühle aufgebaut, um gemeinsam das traditionelle Iftar-Essen einzunehmen.

Die Organisation dieser Veranstaltung lag in den Händen der drei islamischen Gemeinden und der türkischen Mittelstandsvereinigung Side. Sie hatten neben den Angehörigen der islamischen Gemeinden auch zahlreiche deutsche Mitbürger und Nachbarn eingeladen. Den Anfang machten die Gebete der Imame Demir Kenan und Cemil Bodor.

So war Demir Kenan eigens aus Köln angereist, um Verse aus dem Koran vorzutragen. Abgeschlossen wurden die Verse, deren Inhalt sich unter anderem um die soziale Bedeutung des Islams drehte, von einem Gebetsruf, wobei Kenan auf ein bereitgestelltes Podium stieg und als Muezzin fungierte.

Danach wurde auf der anderen Straßenseite ein kleines Feuerwerk abgebrannt, das gleichzeitig auch der Startschuss für den Beginn des Iftar-Essens war. Das Abbrennen des Feuerwerkes hatten Ahmet Ekin, Turgay Sacu, Ahmet Yildiz und Gürhan Dogan übernommen, die zuvor die Teilnehmer des Iftar-Essens in einer kurzen Ansprache begrüßt hatten.

Eine Ansprache hielt auch Bürgermeister Ferdi Gatzweiler, der betonte, dass Stolberg eine multikulturelle Stadt und die Feste des Islams Bestandteil einer offenen und toleranten Gesellschaft seien. Danach begann drinnen und draußen ein munteres Speisen, zu dem sich Stolbergs muslimische Gemeinde samt Kindern und Gästen an den Tischen versammelt hatten.

Die Speisenfolge bestand aus Salat, Reis, Gemüse und Rindfleisch. Als Dessert gab es süße Teigbällchen. Dazu wurde angesichts der heißen Temperaturen kaltes Mineralwasser gereicht. Gestaltung erhielt die gemeinsame Mahlzeit durch einen Vortrag von Aytekin Nemli, der zum Bildungsvorstand der Kölner Fatih-Moschee gehört. Auch Demir Kenan ist Angehöriger dieser Moscheegemeinde.

Nemli übertrug die zuvor gelesenen Koranverse ins Deutsche und erklärte die Bedeutung des Fastenmonats Ramadan sowie die damit verbundenen sozialen Verpflichtungen: Demnach richten sich Anfang und Ende des Ramadan nach dem islamischen Mondkalender, und der Fastenmonat wird als Zeit der inneren Ruhe, des Friedens und des Dialogs gewertet.

„Man hofft währenddessen auf die Vergebung der persönlichen Sünden und vergibt auch gerne seinen Mitmenschen. Daneben hat das gemeinsame Essen am Ende eines Fastentages auch eine wichtige Funktion innerhalb der Familie”, so der Bildungsreferent aus Köln.

Für Stolbergs Muslime war mit dem Iftar-Essen noch lange nicht Schluss. Weitergefeiert wurde am darauffolgenden eigentlichen Bayram-Tag, der mit dem Morgengebet in der Moschee begann.
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