Stolberg - Hundehalter kommen an die finanzielle Leine

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Hundehalter kommen an die finanzielle Leine

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:

Stolberg. Es muss nicht gleich ein Hundeleben werden, aber das Leben mit dem Hund wird deutlich teurer. Im Rahmen der Konsolidierungsbemühungen beschloss die Ratsmehrheit aus SPD, FDP und Grünen im Haushaltssicherungskonzept eine Anhebung der Hundesteuer auf die Sätze der Nachbarstadt Eschweiler, was Steigerungsquoten von mehr als 20 Prozent ausmacht.

Die CDU hatte für das durchschnittliche Niveau des Steuersatzes in der Städteregion plädiert, das ein wenig niedriger liegt.

Neben ordnungspolitischen Zwecken dient die Hundesteuer auch zur Erzielung von Einnahmen, erläuterte der Kämmerer. Dabei wird unter bestimmten Voraussetzungen eine Ermäßigung um 50 Prozent (z.B. Hartz IV) oder eine Steuerbefreiung (z.B. bei Schwerbehinderung) erteilt.

Bislang lagen die Sätze der Hundesteuer in Stolberg unter dem Durchschnitt in der Städteregion. Dabei sei allerdings zu berücksichtigen, dass diese auch eine ganze Reihe von Kommunen mit eher ländlicher Struktur umfasse. Die größenmäßig und strukturell vergleichbare Nachbarstadt Eschweiler erhebt allerdings deutlich höhere Steuersätze, die nun auch für Stolberg gelten.

Allerdings liegen die Sätze der beiden Städte weiterhin deutlich unter den Maximalwerten der von der Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) untersuchten Kommunen im Land.

Während sich die Stolberger Steuersätze bislang im Bereich der jeweiligen Mittelwerte bewegen, rät die GPA der Stadt eine Anhebung um rund 58 Prozent auf die Maximalwerte: für den ersten Hund auf 114 Euro, für den zweiten Hund auf 138 Euro und für den dritten und jeden weiteren Hund 156 Euro pro Exemplar. Dies könnte zu einer Mehreinnahmen von rund 163.000 Euro im Jahr führen.

Die zusätzlichen Einnahmen, die nun durch die Anhebung auf die Eschweiler Steuersätze erzielt werden können, kalkuliert der Kämmer mit einem Plus von rund 62.000 Euro zu den bislang eingenommen 260.000 Euro.

Die neuen Sätze der Hundesteuer

Die neuen Steuersätze im Jahr für betragen für einen Hund 86 Euro (bisher 72) sowie je Exemplar für zwei Hunde 105 Euro (84), für drei und mehr Hunde 123 Euro (96) sowie unverändert wie bisher für jeden sogenannten gefährlichen Hund gemäß Landeshundegesetz 660 Euro.

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