Stolberg - Hochwasserschutz in Atsch: Schnorrenfeld bleibt Sorgenkind

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Hochwasserschutz in Atsch: Schnorrenfeld bleibt Sorgenkind

Von: -jül-
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Stolberg. Noch in diesem Jahr beginnt der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) mit den Maßnahmen zum Hochwasserschutz in der Hamm. Dort erhält der Münsterbach einen neuen, breiteren Lauf.

Sein Bett wird so ausgestaltet, dass es für 16.000 Kubikmeter Überschwemmungsflächen bietet, erklärte der Stolberger Fachbereichsleiter Bernd Kistermann bei einem Ortstermin der SPD an der neuen Brücke in der Spinnereistraße.

Seit 2007 hatte sich der Rat intensiv um einen Hochwasserschutz für die Atsch bemüht, erinnerten Fraktionsvorsitzender Dieter Wolf und die stellvertretende Bürgermeisterin Hildegard Nießen. Um dem Seitenarm des Münsterbachs mehr Platz zu bieten, wurden Brücke und Bachufermauer erhöht.

Deshalb erfolgte eine Anrampung der Zuwegung, „weil sie barrierefrei sein muss”, so Kistermann, was auch mit Blick auf den demografischen Wandel sinnvoll sei, bestätigten die SPD-Vertreter.

Darüber hinaus wird eine Blockstufenrampe am heutigen Wehr, das als Bodendenkmal erhalten bleiben soll, den Zulauf so regeln, dass ein maximaler Zulauf von 14 m3 pro Sekunde gewährleistet werden. Damit würden die Voraussetzungen für eine schadensfreie Bewältigung eines statistisch alle 100 Jahre eintretenden Hochwassers erfüllt.

Dem habe die Stadt auch versucht Rechnung zu tragen, in dem nahe der Otto-Thiel-Brücke die Zufahrten zur tiefer gelegenen Bebauung an der Schneidmühle erhöht worden sind. „Das werden wir aber noch im Auge behalten müssen”, sagte Nießen.

Sorgen bereitet den beiden Atscher Ratsvertretern allerdings noch die Lage im Schnorrenfeld, wo bei Hochwasser der Münsterbach hinter einer mannshohen hölzernen Spundwand schwappt. Untersuchungen des WVER hätten bislang zu keiner nachhaltigen Lösung zur Wasserführung geführt.

Im günstigsten Fall würden Verbesserungen an der Spundwand Erfolg versprechen. „Hier ist eine schnelle und sichere Lösung erforderlich”, betonten Nießen und Wolf mit Blick auf die Anlieger von Schnorrenfeld und Fischteich.

Denen läuft bislang regelmäßig bei Hochwasser der Keller voll. Derweil hat der WVER den Umbau des Münsterbachs beauftragt; Beginn soll im Oktober sein.
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