Stolberg - Heimatausstellung feiert mit „Wegweiser zum Himmel“ Jubiläum

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Heimatausstellung feiert mit „Wegweiser zum Himmel“ Jubiläum

Von: Toni Dörflinger
Letzte Aktualisierung:
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Anpacken gefragt: Hans Boltz (l.) und Peter Mensger sorgen dafür, dass die Bildtafel über die Restaurierung des Marienbildstocks auf dem Hammerberg richtig platziert wird. Foto: T. Dörflinger

Stolberg. Die große Bronzetafel mit der dunklen Patina ist ein Blickfang. Ins Auge fällt dabei der plastisch wiedergegebene Kopf des katholischen Sozialreformers Adolph Kolping, der von eingravierten Namen umgeben ist. Zu sehen ist die Tafel, die in den 1920er Jahre hergestellt wurde und den Toten des Ersten Weltkrieges gewidmet ist, morgen ab 13 Uhr in der Galerie der Burg.

Sie ist eins von vielen Exponaten, die unter dem Motto „Wegweiser zum Himmel“ zu der in zwei Teile gegliederten Ausstellung des Stolberger Heimat- und Geschichtsvereins gehören: Zwei Teile deswegen, weil neben den Exponaten, die die Kupferstädter Kolpingsfamilie zur Verfügung gestellt hat, auch Ausstellungsstücke zu sehen sind, für die Werner Schindler Verantwortung trägt. Der 70-jährige frühere Postbeamte hat die Geschichte der örtlichen Wegkreuze erforscht und dokumentiert. Die überwiegend großformatigen Fotos und Texte - mit Ausnahme von Werth sind alle Stadtteile vertreten - hat Schindler auf Tafeln montiert, die mehr als 50 Prozent der Wandflächen der Galerie einnehmen.

Begrenztes Platzangebot

„Wegen der Fülle des Materials und des begrenzten Platzangebotes in der Burg konnten wir leider nicht alle Wegkreuze berücksichtigen“, bedauert Ausstellungsleiter Karl Meurer, vom Heimat- und Geschichtsverein, der diesmal ein Jubiläum feiern kann. Denn was 1989 unter dem Oberbegriff „Meine Heimat“ klein begann, jährt sich inzwischen zum 25. Mal. Die Langlebigkeit wird von den Besuchern honoriert. So konnte man allein im vergangenen Jahr rund 8000 Interessenten zählen.

Blickfang der diesjährigen Schau wird nicht nur die bronzene Tafel der Kolpingsfamilie sein, sondern auch ein 1,70 Meter hohes Metallkreuz. Dieses Originalexponat, das ansonsten den in Vicht liegenden Kranzberg schmückt, haben die Ausstellungsmacher um Karl Meurer und Helmut Schreiber in einer Fensternische der Burggalerie platziert. Damit die Besucher die zahlreichen Kreuze nach dem Ausstellungsende auf eigene Faust erkunden können, ist in der Galerie ein vergrößerter Stadtplan zu sehen, der die genauen Standorte zeigt. So gibt die Karte unter anderem Auskunft über die Standorte des Roten Kreuzes in der Atsch, des Pestkreuzes in der Altstadt, des Schützheider Kreuzes in Breinig und des Schleicher Kreuzes in Schevenhütte.

Derweil besteht die Exposition der Kolpingsfamilie auch aus einer Vielzahl Fotos und Dokumenten. So ist auf einer Bildertafel - die Zusammenstellung lag in der Verantwortung der Vorstandsmitglieder Peter Mensger und Hans Boltz - der Werdegang des Schneiders Matthias Küpper nachgezeichnet, dessen Wohn- und Wirkungsorte um 1900 überwiegend in der Altstadt lagen.

Außerdem sind Karnevalsorden ausgestellt, die dokumentieren, dass die Kolpingsfamilie, die die Schau als vierten und letzten Teil ihres Programms zum 150-jährigen Bestehen nutzt, auch dafür gesorgt hat, dass Karnevalsgesellschaften wie „Zunfthäre“ oder „Burgnarren“ entstehen konnten. Abgerundet wird der Ausstellungsbereich der Kolpingsfamilie durch zwei 1913 und 1953 entstandene Fahnen: Auch sie machen einen Besuch in der Burggalerie zu einem echten Erlebnis.

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