Stolberg - Hauptschule wird für 2,6 Millionen Euro umgebaut

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Hauptschule wird für 2,6 Millionen Euro umgebaut

Von: Kolja Linden
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Stolberg. Jörg Klein, Leiter der Hauptschule Kogelshäuserstraße, freut sich schon auf den Sommer. Dann nämlich beginnen voraussichtlich die Umbauarbeiten an der Hauptschule auf der Mühle. Für 2,6 Millionen Euro entstehen dort dringend benötigte neue Räume.

„Die Akzeptanz für die Umbaumaßnahmen ist sehr groß bei uns allen”, spricht Klein für sein ganzes Kollegium, auch die Schüler dürften mit den neu entstehenden Möglichkeiten nicht unglücklich sein.

Denn der Ausbau ist ein wichtiger Baustein bei der Umsetzung des erweiterten Ganztags, den die Schule auf engem Raum schon seit dem Schuljahr 2006/07 verpflichtend anbietet.

Dieser stellt eine Ausweitung des gebundenen Ganztags dar, der an der Kogelshäuserschule schon seit 1988 betrieben wird.

„Mit dem erweiterten Ganztag verbunden ist die Verpflichtung, nochmals die Stundentafel zu erweitern”, erklärt Klein. An der Kogelshäuserschule bedeutet das, dass an vier Nachmittagen in der Woche unterrichtet wird.

Ein Anreiz, diese Verpflichtung einzugehen, habe für ihn darin bestanden, dass mit kapitalisierten Stellen die Pädagogik verbessert werden könne.

447 Schüler in sechs Jahrgangsstufen werden derzeit von 42 Lehrern unterrichtet. Hinzu kommen 16 zusätzliche Kräfte, die das Kollegium stundenweise in der Förderung der Kinder und Jugendlichen unterstützen. Dabei handelt es sich um die sogenannten kapitalisierten Stellen.

„Die Schüler bekommen so die Aufmerksamkeit, die sie brauchen und die sie auch einfordern”, sagt Klein und erinnert an das zum Teil schwierige Klientel auf der Mühle. „Sie lernen, mit Schwächen umzugehen und bekommen zugleich Erfolgserlebnisse auf dem Niveau, das für sie erreichbar ist.” Und Schüler bräuchten Erfolgserlebnisse, sonst würden sie sich irgendwann verweigern.

96 zusätzliche Unterrichtsstunden bringen die 16 Kapitalisierungsstellen der Schule, dass entspricht 3,4 Lehrerstellen. Die unterschiedlichen Professionen erweitern das bereits vorhandene Förderangebot der Schule.

Schon in der 5. Klasse unterlaufen die Schüler Eingangstests in den Kernfächern. Aber auch ein Sozialpädagoge ist beteiligt, um Auffälligkeiten im Verhalten festzustellen. Hinzu kommt seit diesem Schuljahr eine Überprüfung der Motorik. „Wer hier Defizite hat, wird irgendwann zum Sportverweigerer”, sagt Jörg Klein. Damit das nicht mehr passiert, werden die Defizite nun gezielt abgearbeitet.

Für ältere Schüler gibt es zahlreiche Möglichkeiten im Wahlpflichtbereich, bei den AGs. Ob Schach, Technik, Computer oder Tanz speziell für Mädchen, die Angebote sind zahlreicher geworden. „Das sind alles Möglichkeiten, die wir nur aufgrund des Programms der kapitalisierten Stellen haben”, sagt Jörg Klein.
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