Hallen, Aulen, Säle: Stadt will Miete deutlich erhöhen

Von: gro
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Stolberg. Es geht wohl um das Prinzip der Gleichbehandlung, aber auch um die Bemühungen der Verwaltung, den arg strapazierten Stolberger Haushalt noch ein bisschen mehr zu entlasten.

Deshalb sollen nach den Sportlern, für die der Stadtrat bereits im November die Einführung von Turn- und Schwimmhallengebühren beschlossen hatte, nun auch die übrigen Nutzer von städtischen Mehrzweckhallen stärker an den Kosten beteiligt werden.

Von derzeit 102 auf 250 Euro soll die Tagesgebühr für die Immobilien außerhalb der regelmäßig zugewiesenen Nutzungszeiten angehoben werden. Diesen Vorschlag unterbreitet Ferdi Gatzweiler dem am kommenden Dienstag tagenden Hauptausschuss und Rat. „Nach Meinung der Verwaltung ist es in Anbetracht der zu verzeichnenden Kostensteigerungen erforderlich, die Nutzungsgebühren in diesem Umfang zu erhöhen”, betont der Bürgermeister. Und er führt noch ein weiteres Argument für die nicht gerade populäre Maßnahme an: „Die derzeit gültige Gebühr ist seit fast zehn Jahren nicht mehr verändert worden.”

Die Gefahr, dass durch die steigenden Gebühren Veranstaltungen in Frage gestellt werden könnten, sieht Gatzweiler nicht, denn: „Die Nutzer, die von der Änderung betroffen sein werden, erzielen mit ihren Veranstaltungen einen nicht unerheblichen Gewinn.” Gerade in diesen Wochen dürften damit in erster Linie die Karnevalsgesellschaften gemeint sein. Aber auch Vereins- und Abiturfeiern und Ausstellungen werden von der Neuregelung betroffen sein.

Diese sieht vor, dass die Nutzungsgebühren auch auf andere Veranstaltungsstätten als Mehrzweckhallen ausgeweitet werden. Konkret nennt die Verwaltung die Aulen der Stolberger Schulen bei externer Belegung sowie Veranstaltungen im Theatersaal des Kulturzentrums Frankental.

Über die Höhe der zu erwartenden Mehreinnahmen für die Stadt herrscht derweil noch Unklarheit. „Die können wir derzeit noch nicht beziffern”, räumt Ferdi Gatzweiler ein.
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