Stolberg - Halle könnte bis Jahresende dicht bleiben

Halle könnte bis Jahresende dicht bleiben

Von: Jan Schlegelmilch
Letzte Aktualisierung:
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Baugerüst statt Handballtore: In der Halle am Glashütter Weiher werden die alten Deckenspanplatten durch eine neue Aluminiumdecke ausgetauscht. Foto: J. Schlegelmilch

Stolberg. Normalerweise sollte der Anblick von Sperrmüllcontainern keine große Freude auslösen. Im konkreten Fall dürften die großen, blauen Container vor der Sporthalle am Glashütter Weiher allerdings bei allen Hallensportlern für Erleichterung sorgen.

Es tut sich etwas in der in die Jahre gekommenen Sporthalle, deren Zustand von ihren Nutzern in der Vergangenheit immer wieder bemängelt wurde. Diese werden nach Abschluss der Arbeiten, die vor wenigen Tagen begonnen haben, freilich keine komplett sanierte Halle vorfinden. Allerdings sind die Sanierungsarbeiten, die sich zunächst auf die Decke der Sporthalle beziehen, ein guter - wenngleich auch überfälliger - Anfang.

Die alten Spanplatten, die die Arbeiter zurzeit von den Holzbalken der Decke lösen, haben ihre beste Zeit wie viele andere Dinge in der Halle nämlich schon längst hinter sich. Kleinere feuchte Stellen im Holz deuten auf die Notwendigkeit der Sanierung hin.

Ersetzt wird die alte Konstruktion durch eine neue Paneeldecke aus Aluminium. Und da die Decke schon einmal offen liegt, können weitere Arbeiten gleich mit erledigt werden: Eine neue Belüftungsanlage mit Energierückgewinnung wird ebenso installiert wie eine neue Heizung - alles im Sinne einer effizienteren Energienutzung.

Kosten: 200.000 Euro

Finanziert werden die Arbeiten nämlich vom Bund, der im Rahmen des Konjunkturpaketes II Gelder für energetische Sanierungsarbeiten bereit gestellt hat. Dabei beläuft sich die Summe der Sanierung am Glashütter Weiher auf 200.000 Euro.

Davon wird im Übrigen auch eine neue Beleuchtung bezahlt, die dem alten Hallenboden, dessen Zustand von den Nutzern wie den Handballern des Stolberger SV besonders bemängelt wurde, allerdings vorerst nur zu oberflächlichem Glanz verhelfen kann. „Wir müssen zuerst zusehen, dass wir die Hülle in Schuss bekommen”, meint der städtische Hochbauamtsleiter Ulrich Coopmann, der die Hoffnung auf eine komplette Erneuerung des Bodens gleichzeitig zur Illusion macht.

„Wir reden hier über 100.000 Euro, wenn wir den Hallenboden komplett raus reißen. Außerdem ist der Hallenboden nicht so schlecht, das hat sich eine Fachfirma für Reinigungen angeschaut. Wenn der Boden gereinigt ist, sieht das auch wieder ganz anders aus.”

Geld eingespart

Ganz anders aussehen könnte es auch bald im Keller der Sporthalle. Dort steht noch eine alte Heizungsanlage aus dem Jahr 1986, die in einem weiteren Schritt ersetzt werden könnte. „Das wäre ohnehin fällig in den nächsten Jahren, wenn wir die Heizungsanlage jetzt im Rahmen des Konjunkturpakets II ersetzen könnten, dann könnten wir auch noch die Ersatzteile der alten Anlage verwenden”, hält Coopmann diesen Schritt für sinnvoll. Möglich ist er wahrscheinlich auch, da aufgrund günstiger Ausschreibungsergebnisse Geld eingespart wurde.

„Für die Heizung bin ich sehr zuversichtlich”, weist Coopmann darauf hin, dass der Beschluss bereits gefasst ist. Ein Austausch der Fenster zu Gunsten solcher mit besserer Isolierung ist ebenfalls angedacht, allerdings noch nicht entschieden. „Sollte es zu den zusätzlichen Arbeiten kommen, wird es natürlich noch länger dauern”, könnte es durchaus passieren, dass die Sporthalle in diesem Jahr für die Sportler geschlossen bleibt. Die Arbeiten an der Hallendecke sollen hingegen in der dritten Novemberwoche abgeschlossen sein.

Mindestens so lange wirbt die Bundesregierung übrigens auch noch mit dem Slogan „Wir bauen Zukunft” auf einem Plakat zum Bauvorhaben vor der Halle. Das mag auf die energetischen Sanierungsarbeiten durchaus zutreffen. Wenn man allerdings einen Blick in die verkommenen Kabinen und Duschräume der Halle riskiert, wirkt dieser Satz wie blanke Ironie. Dort fühlt man sich wie in anderen Teilen der Halle noch weit in die Vergangenheit versetzt.
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