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Grundschulen bleiben vom Sturm verschont

Von: Michael Grobusch
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Stabile Anmeldezahlen verzeichnet die Grundschule in Zweifall. Durch den geplanten Erweiterungsbau erhoffen sich Schulleitung und Förderverein einen weiteren Auftrieb. Foto: M. Grobusch

Stolberg. Ein Schulstreit, wie er derzeit mit großer Intensität in Aachen ausgetragen wird, droht Stolberg nicht - zumindest in diesem Jahr. Die Stadtverwaltung hat ihre Hausaufgaben gemacht und kann mit Blick auf die Erstklässler für das kommende Schuljahr darauf verweisen, dass sich ihre Prognosen in den meisten Fällen sehr stark decken mit dem tatsächlichen Anmeldezahlen.

Am Donnerstag hat die Schulverwaltung ihre Auswertung abgeschlossen und ein beruhigendes Fazit verkünden können: „Unsere Planungen werden weitestgehend bestätigt. Alle Elternwünsche können erfüllt werden, und das ist doch ein sehr schönes Ergebnis”, resümierte Schuldezernent Wolfgang Zimdars.

Während in der Nachbarstadt über so genannte Überhangklassen gestritten wird, die von betroffenen Eltern aufgrund verstärkter Anmeldungen eingefordert, aber nach derzeitigem Stand lediglich in einem Fall von der Politik gewährt werden, ist die Bildung zusätzlicher Klassen in den zehn Stolberger Einrichtungen ebenso wenig erforderlich wie eine Reduzierung der Eingangsklassen. „Wir haben eine hohe Konstanz. Deshalb ist keine Schule in ihrer Zügigkeit in Frage gestellt”, betont Zimdars.

Das werden vor allem die „Sorgenkinder” im Stadtgebiet mit Genugtuung und Erleichterung zur Kenntnis nehmen. Die Hermannschule liegt mit 52 Anmeldungen nur knapp unter dem Niveau des Vorjahres (54) und kann an ihrer Dreizügigkeit festhalten, die Grüntalschule zählt wie im Vorjahr 41 Anmeldungen und muss somit nicht den prognostizierten Rückgang auf 31 Erstklässler verkraften. Die Zweizügigkeit ist nicht gefährdet.

Eine weitere angenehme Fehleinschätzung gibt es bei der Grundschule Prämienstraße. Sie wird 61 „I-Dötze” in drei Klassen aufnehmen. Das sind genauso viele wie 2008/09 - zehn mehr, als der Schulentwicklungsplan der Stadt vorausgesagt hatte. Stabil sind die Zahlen an der Grundschule Zweifall mit 41 Anmeldungen (2008: 40).

Offen ist allerdings weiterhin, ob dort der von der Verwaltung befürchtete, kurzfristige Einbruch eintreten wird. Bedingt durch einen ausgesprochen schwachen Geburtenjahrgang im Einzugsgebiet von Zweifall werden im Rathaus für das Schuljahr 2010/11 lediglich 17 Erstklässler erwartet. Im darauf folgenden Schuljahr prognostiziert der Schulentwicklungsplan aber eine Rückkehr zum alten Niveau mit dann wieder etwa 40 Erstklässlern.

Nachgelassen hat der 2008 festgestellte „Ansturm” auf die Grundschule Höhenstraße, bei der 72 Anmeldungen und somit sieben weniger als im Vorjahr eingegangen sind. Rückgänge, die aber ebenfalls die Zügigkeit nicht berühren, gibt es zudem in Büsbach (2009: 82/2008: 99; vierzügig) und in Breinig (73/81; dreizügig).
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