Stolberg - Grundschule Zweifall: Umbau steht jetzt nichts mehr im Wege

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Grundschule Zweifall: Umbau steht jetzt nichts mehr im Wege

Von: Michael Grobusch
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Nicht nur im Betreuungshaus, sondern auch in der Mensa (rechts) der Grundschule Zweifall ist der Andrang groß, weil immer mehr Kinder das Angebot der OGS nutzen. Foto: M. Grobusch

Stolberg. Ein besseres Angebot kann man einer klammen Kommune wie Stolberg eigentlich kaum machen: Nicht nur die komplette Planung, sondern auch 100 Prozent der Kosten will der Förderverein der Grundschule Zweifall für den Umbau des Betreuungshauses sowie die Einrichtung eines Street-Soccer-Feldes übernehmen.

Da verwundert es nicht, dass es in der Sitzung des Schulausschusses breite Zustimmung und keinerlei Einwände für die beiden Vorhaben gab, die der Förderverein nach dem einstimmigen Votum des Gremiums nun forcieren will.

Die Pläne, das wurde bei der Präsentation durch den Fördervereinsvorsitzenden Jochen Böhner und den beauftragten Architekten Jürgen Koll, klar, sind bereits weit fortgeschritten. Das liegt sicherlich auch an dem steigenden Handlungsbedarf, der sich durch die stetig zunehmende Zahl von Kindern in der offenen Ganztagsschule ergibt.

2010 zählte der Förderverein als Träger noch 71 Mädchen und Jungen in der OGS, im Ausschuss berichtete die Leiterin der Betreuung, Marie-Luise Creutz, von mittlerweile mehr als 100 – darunter zwölf sogenannte „13.20- Uhr-­Kinder“, die nach dem regulären Unterricht die Mittagszeit noch in der Schule verbringen.

40 Quadratmeter zusätzlich

„Es wird immer enger auf der einen Etage, die für die Betreuung eingerichtet worden ist“, berichtete Jochen Böhner. Da das im März 2010 eingeweihte Betreuungshaus aber über ein weiteres, bis dato nur zu Lagerzwecken genutztes Kellergeschoss verfügt, soll jetzt durch den Umbau eine Nutzungsänderung ermöglicht werden.

Rund 40 Quadratmeter zusätzliche Fläche für den Betreuungsbetrieb sollen so entstehen, erreichbar über eine noch zu errichtende Treppe, die den Flur der ersten Etage mit dem Untergeschoss verbindet. „Vor allem bei schlechtem Wetter wird es in der Betreuung platzmäßig problematisch. Deshalb wird der Platz dringend benötigt“, erklärte Böhner.

Über konkrete Zahlen, die die Finanzierung betreffen, wurde im Ausschuss nicht gesprochen. Mit deren Veröffentlichung tut sich der Fördervereinsvorsitzende auch schwer, wie er gegenüber unserer Zeitung betonte. Jürgen Koll unterstrich jedoch, dass das fast neue Gebäude gute Bedingungen mitbringe, um die Kosten im Rahmen zu halten.

„Im Außenbereich sind nur minimale Veränderungen erforderlich“, so der Architekt. Und im (ebenerdigen) Kellergeschoss gibt es bereits eine Fußbodenheizung – ebenso wie eine ausreichende Zahl von Fenstern.

„Bei uns ist alles ausgerichtet auf die Betreuung“, unterstrich Jochen Böhner mit Verweis auf die enorme Nachfrage. Nicht weiter verfolgt wird deshalb auch die ursprüngliche Idee, Teile des Betreuungshauses nach Schulschluss für die Jugendlichen des Ortes von außen zugänglich zu machen.

„Seit über zwei Jahren hat sich in dieser Hinsicht nichts mehr getan“, berichtete der Vorsitzende. Dies gelte auch für den auf dem Schulhof abgestellten Bauwagen, der jetzt entrümpelt worden sei und demnächst ebenfalls von den Betreuungskindern genutzt werden kön­ne.

Nicht auf die Betreuung beschränkt sein wird das Street-Soccer-Feld. Auf rund sechsmal neun Metern soll ein eigens für die vielen jungen Kicker bestimmtes Terrain hergerichtet werden, das mit einem Tartanboden und einer halbhohe Bande ausgestattet wird.

Im Zuge dieser Maßnahme werden einzelne Spielgerät auf dem Hof an anderer Stelle aufgebaut, um den Platz optimal zu nutzen. Das Festzelt wird auch weiterhin vor der Schule seinen Platz finden können.

Im August 2012 hatte sich der Förderverein erstmals mit den Projekten beschäftigt, seit März dieses Jahres wurden zahlreiche Gespräche, unter anderem mit der Stadt Stolberg, geführt. Diese wird die Vorhaben zwar wohlwollend begleiten, jedoch keinerlei finanzielle Unterstützung leisten können, wie Fachbereichsleiter Willi Seyffarth bereits im Vorfeld der Ausschusssitzung betont hatte.

Nächster Schritt wird nun die Einreichung der Bauanträge sein – im Falle des Street-Soccer-Feldes ergänzt durch ein Schallschutzgutachten und die schriftliche Erklärung, die Anlage im Bedarfsfall auf eigene Kosten auch wieder abzubauen.

Ein solcher Fall ist allerdings für absehbare Zeit nicht in Sicht – ganz im Gegenteil zum angepeilten Baubeginn. „In den Herbstferien wird das wohl noch nicht klappen. Aber wir wollen so schnell wie möglich loslegen“, erklärte Jochen Böhner mit spürbarer Vorfreude.

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