Grundschule besucht das Bauernmuseum in Lammersdorf

Von: hes
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Am 7. September erfolgte der Startschuss für die Bildungszugabe, am 8. September lag bereits die Bewerbung der Stolberger Grundschule Grüntalstraße vor. Und so waren die 37 Kinder aus der Kupferstadt am Dienstagmorgen die ersten, die beim Besuch des Bauernmuseums in den Genuss der „Bildungszugabe” kamen.

Stolberg/Lammersdorf. Das war kein gewöhnlicher Schultag am Dienstag für 37 Kinder der Stolberger Grundschule Grüntalstraße, ein toller aber ganz bestimmt.

Die Fahrt führte die dritte Klasse der OGS von der Kupferstadt in die Eifel, genau genommen nach Lammersdorf. Doch es war kein normaler Klassenausflug, den die Acht- bis Elfjährigen da mit ihren Lehrerinnen und einigen Eltern und Betreuerinnen unternahmen. „Bildungszugabe” heißt das Zauberwort, das ausgewählten Schulen und Klassen seit kurzem außerschulisches Lernen ermöglichen soll.

Zum Schulstart am 7. September wurde die Bildungszugabe der Städteregion Aachen vorgestellt - mit den Kindern der OGS Grüntalstraße kam nun die erste Schulklasse ganz praktisch in den Genuss der außerschulischen Fördermittel.

Als „Lehrer” fungierten an diesem Morgen die fachkundigen Frauen und Männer vom Verein für Heimatgeschichte und Dorfkultur in Lammersdorf, der das Bauernmuseum betreibt, und für den Vorsitzender Lothar Berger, der die jungen Besucher freundlich begrüßte.

In zwei Gruppen begaben sich die 37 Kinder dann auf eine kleine Zeitreise in die Vergangenheit des bäuerlichen Lebens vor 50 und mehr Jahren. Rita Braun, Rudi Strauch und Gerd Skropke zeigten den Grundschülern anschaulich, wie einfach und oft auch beschwerlich das Leben auf dem Land war, als es weder Strom noch fließendes Wasser gab und man das Essen nicht einfach im Laden oder Supermarkt kaufen konnte.

In große Kinderaugen schaute Christa Lux, als sie den Kindern zeigte, wie das typische Eifelgebäck „Knipplatz” einst gebacken wurde. Der von den kleinen Bäckern geformte Teig wurde später in einem alten Steinbackofen ausgebacken und ofenfrisch verzehrt. „Das schmeckt voll lecker”, meinte ein Junge, und seine Klassenkameradin pflichtete ihm bei: „Ja, wie Weihnachtsplätzchen!”

Im Bauernmuseum wurden anschaulich und kurzweilig verschiedenste Lerninhalte vermittelt, von Anbau und Gewinnung der wichtigsten Backzutaten bis hin zur Kinderarbeit in der Landwirtschaft zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Gegen Mittag endete für die Kinder ein ganz besonderer Schultag mit der Heimfahrt.

So wie die Stolberger Grundschulkinder werden in den kommenden Wochen weitere Einrichtungen in den Genuss der Bildungszugabe kommen. „Das Echo ist riesig”, sprach Holger Benend, Pressesprecher der Städteregion am Dienstag von „bereits über 100 Bewerbungen” für das Sonderprogramm.

Schulen können sich auch weiterhin bewerben

Die Städteregion stellt mit der Bildungszugabe rund 300.000 Euro pro Jahr zur Verfügung. Die über 500 Kindertagesstätten und Schulen in der Städteregion können aktuell schon mehr als 50 Angebote - vom Training bei Alemania Aachen über theaterpädagogische Angebote bis hin zum Besuch von Museen - in Anspruch nehmen.

Sämtliche Kosten, auch für die Beförderung der Kinder, werden durch die Städteregion Aachen übernommen.

Interessierte Schulen können sich nach wie vor für die „Bildungszugabe” bewerben und sollten dafür das entsprechende Formular auf der Internetseite der Städteregion nutzen.

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