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Grünes Licht in Sicht für Supermärkte

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:

Stolberg. Aus Kreisen der Mausbacher Bevölkerung melden ein Ehepaar und die Bürgerinitiative Bedenken an gegen die Ansiedlung der Supermärkte an der Gressenicher Straße.

Sie sollen auf einer Sondersitzung des Stadtrates am kommenden Dienstag ebenso zurückgewiesen werden, wie ein weiterer Mausbacher Vorschlag, die Parkplätze auf der Rückseite der Märkte einzurichten. Das wäre unter anderem aus Sicht des Immissionsschutzes die schlechtere Lösung, hält dem die Verwaltung entgegen. Denn die Pläne der Stadt sehen vor, dass mit der Realisierung des Neubaugebietes Franzosenkreuz die Supermärkte von Wohnbebauung umgeben werden. Dann rücken sie ein Stück mehr in den Ort, als dies heute der Fall ist.

Dies gilt auch als Argument bei der Bezirksregierung, die die Ansiedlung der mit bis zu 800m2 Verkaufsfläche als kleinflächig geltenden Märkte noch genehmigen muss. Grünes Licht aus Köln rechtzeitig zu der Sondersitzung signalisierte am Dienstag bereits Axel Wirtz in einer Stellungnahme. „Die Städteregion wird den Regierungspräsidenten über den regionalen Konsens für das Projekt in Kenntnis setzen”, erklärte der Landtagsabgeordnete. Denn die ursprünglich einmal in der städteregionalen Arbeitsgruppe „Strikt” geäußerten Bedenken mangelnder Zentralität würden als ausgeräumt gelten.

„Es hat keine Einsprüche der Kommunen bei der formalen Anhörung geben”, so Wirtz weiter. „Im Grunde wäre allen Beteiligten eine Ansiedlung mit mehr Nähe zum Ortskern lieber gewesen”, sagte der CDU-Politiker, „aber wir haben nach realisierbaren Alternativen zehn Jahre lang vergeblich gesucht”. Und die städtebaulich angstrebte Intergration des Standortes an der Gressenicher Straße werde mittelfristig sukzessive mit dem „Volllaufen des erweiterten Siedlungsbereiches” erfolgen.

Im übrigen handele es sich bei dieser Planung um einen begründeten Ausnahmefall, so dass die Abweichung vom Zentrenkonzept der Stadt vertretbar sei. Mit diesen Argumenten begegnet die Stadtverwaltung auch den Bedenken der Industrie- und Handelskammer, die sich ebenfalls auf die Skepsis der Strikt-Arbeitsgruppe bezog. Weitgehend gefolgt werden soll allerdings den IHK-Anregungen bezüglich einer Begrenzung des Randsortiments der Verbrauchermärkte. Ausgeräumt durch den Bau einer Leitung zur Entsorgung des Regenwassers zum Diepenlinchenbach seien mittlerweile die Bedenken der Wasserbehörde der Städteregion.

Zurückweisen sollen derweil drei politische Gremien am Dienstag die Bedenken aus Mausbach. Ab 17 Uhr tagen in halbstündiger Abfolge der Ausschuss für Stadtentwicklung, der Hauptausschuss sowie der Stadtrat, um unter anderem für diesen Bebauungsplan den Satzungsbeschluss zu treffen.

Dies gilt ebenso für die Einwändungen eines Ehepaars, das im Ortskern eine Metzgerei betreibt und Laden an eine Bäckerei vermietet hat, und eine Stärkung der Mausbacher „City” fordert, wie für die Bedenken der Bürgerinitiative, die der Stadt „eine Fehlentwicklung wie in den 70er Jahren” vorwirft.
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