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Grünes Licht für die Nahversorgung in Mausbach

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
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Ein großes Einzugsgebiet, das weiter wächst. Unstrittig ist in Politik und Verwaltung, dass Mausbach als Einzelhandelsstandort gesichert werden muss. Foto: G. Paulsen

Stolberg. Nur ein Mitglied des Stadtrates versagte seine Zustimmung. Josef Hansen, SPD-Ratsherr aus Gressenich, stimmte als einziger mit Nein, als das Parlament den Aufstellungsbeschluss für die Bauleitplanung an der Gressenicher Straße in Mausbach fasste.

Hier am Ortsrand gegenüber der Einmündung der Straße „Wasserkaul” soll das zukünftige Nahversorgungszentrum des Stadtteils entstehen.

Seit bereits zwei Jahren seine Pforten geschlossen hat der Kontra-Markt nahe dem Markusplatz, wo der Bestand der Plus-Filiale in der alten Schule als gefährdet gilt.

Ein Grund für die Stolberger Grünen im Stadtrat letztlich doch den Plänen für eine Supermarktansiedlung am Ortsrand zuzustimmen. „Wir haben lange dagegen gekämpft”, begründete die grüne Ratsdame Rita Bürger am Rande der Sitzung.

Denn sowohl die Lage wie auch die Dimension des Versorgungszentrums sei nicht günstig - für den Erhalt des noch bestehenden Einzelhandels im Schatten der Markuskirche wie auch für die Nahversorgung im nahen Gressenich.

Letztlich habe aber ihre Fraktion entschieden, dass es keine realistische Alternative gibt, wolle man den Mausbachern die Möglichkeit zum ortsnahen Einkaufen erhalten, erläuterte Bürger das veränderte Abstimmungsverhalten. Noch zwei Wochen zuvor hatte Heinrich Willms als sachkundiger Bürger der Grünen gegen die Bauleitplanung votiert.

Sie soll zu finanziellen Lasten des privaten Entwicklungsträgers zügig vorangetrieben werden. 800 Meter vom Ortskern entfernt liegt die 1,3 Hektar große Fläche in der Gemarkung „Im Ferkesfeld”. Dort soll ein Aldi- und ein Rewe-Markt mit jeweils 800 Quadratmetern und ein Getränkemarkt mit weiteren 500 Quadratmetrn Verkaufsfläche gebaut werden.

Für Kunden werden 150 Parkplätze geschaffen. Laut Planern soll das Nahversorgungszentrum bei Öffnungszeiten zwischen 7 und 21.30 Uhr den Bedarf von 10.500 Einwohnern abdecken: 4600 davon leben in Mausbach und 1200 in Gressenich; die übrigen Kunden werden aus Vicht, Zweifall und Werth erwartet.

Die Zufahrt soll von der Gressenicher Straße aus so erfolgen, dass nicht nur die Supermärkte angefahren werden können, sondern sie soll auch als mögliche Erschließung für das noch geplante Neubaugebiet hinter dem Einkaufszentrum dienen. Mit dem soll der Stadtteil über das „Franzosenkreuz” hinaus in Richtung Gressenich abgerundet werden.

Im Oktober hatte der Ausschuss für Stadtentwicklung dieser großen Lösung den Vorrang gegeben vor zwei Alternativen. Ein Entwickler hatte die Ansiedlung eines einzelnen Discountmarktes auf einem wenig näher am Ort liegenden Grundstück vorgeschlagen, und in der Sitzung präsentierte das Unternehmen Penny einen Plan ein wenig weiter außerhalb für eine Filiale, die um einen Bäcker und Metzger hätte ergänzt werden können.
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