Große Zustimmung für Papst Franziskus

Von: Toni Dörflinger
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Stolberg. Papst Franziskus begeistert die Menschen. Seine schlichte Lebensweise, sein von Demut und Bescheidenheit geprägtes Auftreten und seine Forderungen nach Veränderungen in der Kirche finden breite Zustimmung.

Auch bei Nichtchristen. Mit Papst Franziskus und den von ihm ausgehenden Impulsen beschäftigte sich jetzt die Stolberger Kolpingsfamilie. Als Referenten und Gesprächsleiter hatten die Kolpingfreunde Dr. Gert Jungbluth von der Bischöflichen Akademie des Bistums Aachen eingeladen.

Um der Gesprächsrunde die Hintergründe des Handelns und Wirken von Jorge Mario Bergoglio, so der bürgerliche Name des neuen Papstes, zu erläutern, unterzog Jungbluth dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962- 1965) einer genauen Betrachtung. Denn nach Aussage des Referenten setzt der argentinische Papst nur das fort, was seine Amtsvorgänger nur unzureichend erfüllt oder gar nicht bewirkt hätten: die Konzilsbeschlüsse in die Tat umzusetzen und auf deren Einhaltung und Verwirklichung zu achten.

Demnach habe der neue Papst auch die Konzilsbeschlüsse im Auge gehabt, als im vergangenen November die katholische Kirche aufforderte, mehr für Arme, Schwache und Sünder zu wirken. Denn der Kern der päpstlichen Botschaft laute: „Geht heraus aus euren bequemen, bürgerlichen Kirchenstrukturen und dem wärmenden Kreis der Überzeugten. Verkündet das Evangelium an den Rändern der Städte und der Gesellschaft, wendet euch den Armen, Einsamen und Zweiflern zu“. Dazu gehöre auch die inzwischen schon legendäre Papst-Äußerung: „Mir ist eine verbeulte Kirche, die verletzt und verschmutzt ist, weil sie auf die Straßen hinausgegangen ist, lieber als eine Kirche, die aufgrund ihrer Verschlossenheit und Bequemlichkeit krank ist“, versicherte der in Aachen beheimatete Theologe und Sozialpädagoge. Die von ihm festgestellte Reformbereitschaft des Papstes belegte er noch mit einem weiteren Franziskus-Satz: „Die Eucharistie ist nicht die Belohnung für die Vollkommenen, sondern ein großzügiges Heilmittel und eine Nahrung für die Schwachen.“

Diese von Papst Franziskus ausgehenden Gedanken und Anregungen, die mit pastoralen Konsequenzen verbunden sind, waren auch Thema der anschließenden Diskussion. Sie war von eigenen, engagierten Redebeiträgen der Teilnehmer geprägt. Dabei wurden die päpstlichen Reformbemühungen ausnahmslos begrüßt und als beachtenswert und umsetzbar bewertet.

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