Stolberg-Breinig - Gregorianische Chor „Schola Cantorum“ begeistert in St.Barbara-Kirche

Gregorianische Chor „Schola Cantorum“ begeistert in St.Barbara-Kirche

Von: Lukas Franzen
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Dank des „Schola“-Dirigenten Franco Ackermans stimmten die zahlreichen Gäste in der Breiniger Pfarrkirche St. Barbara immer wieder in den gregorianischen Choral ein. Foto: L. Franzen

Stolberg-Breinig. Viele ältere Kirchengänger dürften diese Messe wie einen akustischen Museumsbesuch, wie eine Zeitreise zurück in eine längst vergangene und dennoch vertraute Epoche der Kirchenmusik empfunden haben.

Eine völlig neue Erfahrung stellten die gregorianischen Klänge des Männerchors „Schola Cantorum“ aus dem niederländischen Wahlwiller hingegen für viele jüngere Besucher des Gotteshauses dar.

„Schola“ lässt Tradition aufleben

In dem Heimatort des Männerchors ist die traditionelle, lateinische Kirchenmusik, die im Zuge der Liturgiereform, angestoßen durch das Zweite Vatikanische Konzil in den 60er Jahren, heute nur noch in wenigen Kirchen erklingt, immer noch ein fester Bestandteil des Gemeindelebens. Jeden ersten Sonntag im Monat schallt der Choral der 21 Sänger durch die „Cunibertuskerk“ des knapp 400 Einwohner zählenden Dorfes im Süden Limburgs.

Dass der Chor unter Leitung von Franco Ackermans nun auch die Gottesdienstbesucher in der Brei-niger St.-Barbara-Kirche mit ihrem stimmgewaltigen Choral erfreuen durfte, hat einen familiären und einen feierlichen Hintergrund. Denn erstens unterhält der Vorsitzende des Breiniger Kirchenchors Peter Mulders-Braun beste Kontakte zu der „Schola Cantorum“, der sein Bruder Louis Mulders angehört. Zweitens markierte die Rückkehr zu den Wurzeln der Kirchenmusik im Rahmen der Vorabendmesse den Auftakt des 150-jährigen Jubiläums des Kirchenchors „St. Cäcilia“.

Es war ein Auftakt nach Maß. Denn das rund einstündige „Latein-Experiment“ samt klassischer Bestandteile der lateinischen Messe, wie Kyrie, Gloria und Credo, lockte zahlreiche Gäste in die Breiniger Pfarrkirche, die sich schnell in den Bann der sonst so ungewohnten Töne und Texte ziehen ließen. Immer wieder gelang es Dirigent Ackermans, die Gläubigen zum Mitsingen zu animieren. Unterstützung boten die ausgelegten Liedertexte mit Übersetzung.

„Ich freue mich, dass so viele Gäste den Weg in unsere Kirche gefunden haben“, zog Mulders-Braun ein durchweg positives Resümee und richtet den Blick bereits zuversichtlich auf die nächsten Jubiläumskonzerte in diesem Jahr, die der Chor in den kommenden Wochen ankündigen wird.

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