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„Grande Dame” Erika Dienstl feiert 80. Geburtstag

Von: dpa
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Erika Dienstl feiert 80. Geburtstag
Die ehemalige Präsidentin des Deutschen Fechter-Bundes, Erika Dienstl: IOC-Präsident Rogge bezeichnete sie als „Grande Dame” der Welt des Sports und würdigte mit diesen Worten das Wirken von Erika Dienstl. Foto: dpa

Stolberg. IOC-Präsident Jacques Rogge bezeichnete sie als „Grande Dame” der Welt des Sports und würdigte mit diesen Worten das Wirken von Erika Dienstl.

An diesem Montag (1. Februar) wird die langjährige Vizepräsidentin des Deutschen Sportbundes (DSB) und Chefin des Deutschen Fechter-Bundes (DFeB) 80 Jahre alt. In Gut Schwarzenbruch nahe ihres Wohnortes Stolberg bei Aachen bittet sie „Menschen, die mir sehr am Herzen liegen”, zu einer Feier im Kreis von rund 45 Personen.

„Familie, enge Freunde und Weggefährten kommen”, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur dpa am Donnerstag. Zugesagt haben auch Thomas Bach als IOC-Vizepräsident und Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und Manfred von Richthofen, der als DSB-Präsident lange Jahre ein enger Vertrauter von Erika Dienstl war. Bach will eigens aus Berlin anreisen, von Richthofen nimmt zu Ehren der geistig regen und körperlich topfitten Jubilarin die Anreise von München auf sich.

Von Richthofen nannte Erika Dienstl aus Anlass ihres 70. Geburtstags „die engagierte Außenministerin des deutschen Sports”. Sie war ein Multi-Talent auf dem Parkett der nationalen und internationalen Sportpolitik, ihr ehrenamtliches Wirken über viele Jahrzehnte hinweg ist ein beredtes Zeugnis dafür, was Erika Dienstl zu leisten imstande war und dies immer voller Inbrunst tat - resolut, kritisch („Das bin ich immer noch”), dabei charmant, aber auch nie um eine letzte Replik verlegen, wenn ihr etwas gegen den Strich ging.

Für höhere Aufgaben im deutschen Sport wurde die gebürtige Aachenerin Erika Dienstl im Frühjahr 1968 in Duisburg-Wedau entdeckt, als sie von der Sportjugend Nordrhein-Westfalen zum Auswahlwettbewerb für den Betreuerstab der Deutschen Sportjugend (DSJ) beim Olympischen Jugendlager in Mexiko nominiert wurde und sich auch prompt dafür qualifizierte.

Von 1973 bis 1982 war sie Vorsitzende der Deutschen Sportjugend, von 1982 bis 2002 DSB-Vizepräsidentin mit den Schwerpunkten Internationales sowie Sport und Umwelt. Zwischen 1986 und 2000 lenkte sie als Präsidentin die Geschicke der deutschen Fechter. Sie ist Trägerin des Großen Verdienstkreuzes und des Olympischen Ordens.

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