Stolberg - Graffiti-Sprüher „verzieren“ selbst Polizei-Wache

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Graffiti-Sprüher „verzieren“ selbst Polizei-Wache

Von: Ottmar Hansen
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Auch ein Imbisslokal an der Kirche wurde nachts von den Tätern heimgesucht. Foto: Ottmar Hansen

Stolberg. „Das ist eine Schweinerei. Wie wir das jetzt wieder abbekommen sollen, weiß ich auch noch nicht!“ Birgit Schaefer ist, wie viele andere Hausbewohner in Vicht auch, sauer. In der Nacht von Samstag auf Sonntag haben unbekannte Täter 15 Gebäude im Umkreis von Eifelstraße und Münster­­au mit Graffiti beschmiert.

Vermutlich mit schwarzer Sprühfarbe aus der Dose. Von einer offenporigen Putzschicht auf der Hauswand lässt sich so etwas nur schwer wieder entfernen. „Als ich am Samstagabend gegen 20.30 Uhr nach Hause gekommen bin, war die Mauer noch sauber“, weiß Birgit Schaefer ganz genau. „Am nächsten Morgen, so gegen 7.30 Uhr, war dann das Geschmiere da.“

Die Täter haben sich mit dem Schriftzug „Neid Neck“ auf der Hauswand verewigt. „Eine derartige Sachbeschädigung haben wir hier in Vicht noch nicht erlebt“, blickt Birgit Schaefer zurück. „Wenn das Wetter besser wird, werden wir versuchen, das Geschmiere zu entfernen. Das macht ja sonst gleich einen asozialen Eindruck.“

Schräg gegenüber, auf der Front eines Imbisslokals, reichte es bei den Tätern offenbar „nur“ zum Wort „Neck“. Aber auch Claudia Hassdenteufel, die hinter der Theke für frische Pommes sorgt, ist nicht allzu begeistert von der „Antiwerbung“ gleich neben dem Eingang. Besonders dreist trieben es die Täter allerdings, als sie ihren Schriftzug „AC/AB Neid“ ausgerechnet auf die Front der Polizeiwache zwei Häuser weiter sprühten.

Immerhin: Der Hauseigentümer hat einen Spezialisten gefunden, der die Sprühfarbe fast rückstandslos von den Klinkern entfernen konnte. „Es handelt sich um mindestens zwei Täter“, ist sich Polizei-Hauptkommissar Peter Jussen sicher. „Die Schriftzüge sind teils rund geschwungen, teils sind sie eher eckig.“ Die Polizei habe auch bereits Verdächtige im Visier, so Jussen.

Die gleichen Jugendlichen?

Womöglich seien es die gleichen jugendlichen Täter, die in Stolberg vor zwei Jahren schon einmal ihr Unwesen trieben. Drei Jugendliche wurden in besagter Nacht am Wochenende mit einem Wagen an einer Tankstelle in der Nähe gesehen. Für weitere Zeugenhinweise in der Sache wäre die Polizei dankbar.

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