Gospelworkshop lockt viele Neugierige

Von: Toni Dörflinger
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Gemeinsames Singen macht Spaß: Beim Gospelworkshop wurden eifrig Songs eingeübt. Foto: T. Dörflinger

Stolberg. Als der Song „Jesus Is My Salvation” angestimmt wird, holt der Elfjährige seine afrikanische Buschtrommel hervor. Mit den Händen bearbeitet er die Membran und gibt so den Rhythmus an die Teilnehmer des Gospelworkshops weiter.

Seine Spontanaktion begründet Götz Freyberger, der seit zwei Jahren von einem senegalesischen Trommelspieler ausgebildet wird, mit den Worten: „Gospelsingen beflügelt. Es macht so fröhlich”.

Das finden auch die anderen Teilnehmer des Workshops. Sie haben sich im Saal des evangelischen Gemeindezentrum Frankental zum Kreis formiert. Mit Kantor Gunther Antensteiner studieren sie in lockerer Atmosphäre vier Gospelsongs ein. Die Zusammensetzung der 38 Teilnehmer ist bunt gemischt. Auch wenn die Frauen die Mehrzahl bilden, sind alle Altersjahrgänge und Geschlechter vertreten.

Monika Köthnig und Petra Kirschgens aus dem belgischen Raeren hat die Neugier und die Lust am Singen ins Gemeindezentrum gelockt. „Das Thema hat mich interessiert”, versichert Monika Köthnig. Im Gegensatz zu den Beiden besitzt ihre Freundin Ute Liebke ein wenig Chorerfahrung. Die gebürtige Stolbergerin lebt seit Ende vergangenen Jahres wieder in ihrer Heimatstadt und ist seitdem Mitglied des von Hermann-Josef Schulte geleiteten „Jungen Chores”.

Erfahrungen sammeln wollen auch Margit und Roman Kalisch aus Frankfurt/Oder. Seit Mitte des vergangenen Jahres ist das Paar in der Kupferstadt beheimatet und lässt sich von dem durch das Gospelsingen vermittelten Lebensgefühl mitreißen. „Der Rhythmus geht ins Blut und animiert zum Tanzen”, erklärt Monika Kalisch begeistert und nimmt die Hände zur Hilfe, um den Takt des Gospelsongs „Oh Happy Day” zu verinnerlichen.

Die Idee stammt von Pfarrerin Elke Gericke. Die musikalische Pastorin spielt selbst Klavier und Bratsche. Sie will der für Mitte April geplanten Konfirmationsfeier eine neue musikalische Richtung geben. Eine Richtung, die auch von Gunther Antensteiner unterstützt wird. Er nutzt den Gospelworkshop, um einen neuen Anlauf zu starten. Schon 2001 habe es einen Gospelchor gegeben, dessen Aktivitäten aber nach kurzer Zeit „wieder eingeschlafen” seien.

Neben „Jesus Is My Salvation” und „Oh Happy Day” werden am Samstagnachmittag die Gospelsongs „Amen” und „Deep River” eingeübt. Für Antensteiner bedeutet das Schwerstarbeit. Immer wieder eilt er zum Klavier, um Rhythmus und Takt vorzugeben und den Einsatz der einzelnen Stimmlagen im richtigen Moment erfolgen zu lassen. Denn die Gospelgesänge erfordern die Besetzung mit Tenor-, Sopran-, Bass- und Altstimmen. Die müssen erst einmal eingeteilt werden.

Um heraus zu finden, ob die einzelnen Stimmlagen vorhanden sind und den Sangeskünsten der Besucher entsprechen, hat Antensteiner die 38 Teilnehmer in kleine Gruppen unterteilt, die immer wieder vorsingen müssen. Unterbrochen wird der Workshop nur von einer Kaffeepause. Danach geht es sofort weiter.

Nach vier Stunden ist Antensteiner mit dem Ergebnis zufrieden. Dass es den Besuchern Spaß gemacht hat, beweist die Reaktion einiger Teilnehmer. Sie haben sich um den elfjährigen Götz Freyberger versammelt und können von seinem Trommelspiel nicht genug bekommen.
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