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Gleichstellungsbeauftragte treffen sich

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Stolberg/Eschweiler. „Die Zeit ist reif für Veränderung.“ Dieses Fazit ziehen die Gleichstellungsbeauftragten aus der Region nach der 22. Bundeskonferenz der kommunalen Gleichstellungs- und Frauenbeauftragten Deutschlands in Potsdam.

Unter dem Motto „Wirklichkeit und Visionen – Strategien für eine erfolgreiche Gleichstellungsarbeit“ diskutierten jetzt 420 Teilnehmerinnen aus ganz Deutschland aktuelle Frauen- und gleichstellungspolitische Fragen. Ulrike Lange-Wiemers nahm als Gleichstellungsbeauftragte der Städteregion Aachen mit Kolleginnen aus den regionsangehörigen Kommunen an dem mehrtägigen Treffen teil.

Auf der Bundeskonferenz, bei der auch die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig, zu Gast war, wurde ein umfassender Forderungskatalog ausgearbeitet. Im Kern geht es darum, alle Führungsebenen gleichermaßen mit qualifizierten Frauen wie Männern zu besetzen, wozu aus Sicht der Gleichstellungsbeauftragten eine umfassende Quotierungsregelung nötig sei. „In Zukunft wird es Gleichstellungspolitik für beide Geschlechter geben“, sagt Ulrike Lange-Wiemers. Dafür müssten aber ausreichend Ressourcen bereitgestellt werden. Eine erfolgreiche Gleichstellungspolitik für Frauen und Männer brauche Personal, Zeit und Geld.

Darüber hinaus soll die Gleichbehandlung von Frauen und Männern in der Sprache verankert werden, also in Gesetzestexten, Verordnungen, Ausführungsbestimmungen und Veröffentlichungen. Die Städteregion Aachen geht hierbei mit gutem Beispiel voran: Einige Dienstanweisungen wurden bereits in der weiblichen Form geschrieben. Wieder in der Region angekommen, setzen die Gleichstellungsbeauftragten ihre Arbeit vor Ort mit neuen Impulsen fort, um die im Potsdam formulierten Visionen Wirklichkeit werden zu lassen.

Die Bundeskonferenz findet alle zwei Jahre statt und will gemeinsame Positionen, künftige Arbeitsschwerpunkte und Forderungen in der Gleichstellungspolitik formulieren. Sie ist außerdem eine Plattform zur Vernetzung mit Experten und Expertinnen aus Gesellschaft, Wissenschaft, Politik und Medien. Ein neu gewähltes Sprecherinnengremium vertritt ab sofort die Belange von mehr als 1400 kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten.

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