Gläserner Glanz lässt die Velau erstrahlen

Von: -jül-
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Die Memelstraße soll sicherer
Die Memelstraße soll sicherer werden: Begonnen hat jetzt die Umgestaltung der Straßenradien im Kreuzungsbereich mit der Mittelstraße. Zwei kleine Plätze entstehen hier. Foto: J. Lange

Stolberg. Es soll eine runde Sache werden: Nach Monaten der Planung und der Beteiligung der Bürger an der Neuausrichtung ihres Viertels nimmt das Projekt Soziale Stadt in der Velau auch zunehmend sichtbare Formen an.

Durchaus auch runde. Denn am Dienstagmorgen wird vor dem „Kugel” eine Kugel aufgestellt. Bereits seit einem halben Jahr laufen in dem Kultur- und Generationenhaus an der Breslauer Straße vielfältige Aktivitäten zur Förderung des Zusammenlebens der Menschen in dem Stadtteil. Verschiedene Einrichtungen und Träger bieten in der „Kugel” regelmäßige Sprechstunden an, und ein gleichnamiger Verein ist mittlerweile Träger des Hauses und der Arbeit vor Ort, berichtet Dr. Wolfgang Joußen. „Die Initiatoren und Macher der ,Kugel haben in den letzten Monaten viel Zuspruch für ihr Projekt bekommen”, sagt der Stadtteilmanager und freut sich besonders über die Unterstützung durch die Glasschüler der Firma Saint-Gobain. Sie haben im Rahmen ihrer umfassenden Ausbildung eine Glasskulptur hergestellt, die am Dienstag auf dem Außengelände der „Kugel” aufgebaut wird. Wie sehr die Glasindustrie den Stadtteil seit jeher geprägt hat, wird auch an einem anderen Standort sichtbar.

Derzeit laufen die Arbeiten für das Fundament in der Mittelinsel des neuen Kreisverkehrs an der Einmündung von Eschweiler- und Münsterbachstraße. Auch dort werden Skulpturen aus Glas ein werbewirksames Medium für die industrielle Geschichte sein: eine Kugel, ein Zylinder und eine Pyramide aus geschichteten Glasscheiben werden für einen attraktiven Ortseingang in die Kupferstadt sorgen, der nachts angestrahlt werden soll. Auch diese Gestaltung hat die Stadt dem Engagement von Saint- Gobain am heimischen Standort zu verdanken. Die Flächen zwischen dem quadratischen Fundamentsockel und dem runden Mittelinselrand sollen mit einem weißen Granulat aufgefüllt werden, so dass sich der folgende Pflegeaufwand in Grenzen hält. Ende Mai soll die Gestaltung des Kreisverkehrs abgeschlossen sein.

Dann soll sich auch der sogenannte „Glasplatz” an der Ecke von Memel- und Mittelstraße in neuem Glanz präsentieren. Die Recycling-Container, die dem Volksmund Pate standen für den markanten Namen, sind in dem Kreuzungsbereich bereits verschwunden. Seit Montag werden vor allem die Straßenradien verändert.

Durch Ausprägung der Bürgersteigecken als „Zungen” sollen die Verkehrsverhältnisse sicherer und gefahrene Geschwindigkeiten reduziert werden - so wie dies auch bei der Umgestaltung des Kreuzungsbereiches von Memel-, Königsberger- und Eschweilerstraße erreicht werden ist, verweist Dr. Joußen auf die dortige Aufwertung des Platzbereiches. Den „Glasplatz” der Memelstraße soll zukünftig von mehr Grün geprägt werden, dem Raum in den verbreiterten Gehwegbereichen eingeräumt wird. Verzichtet wird nach kontroversen Diskussionen in der Bürgerschaft auf Sitzbänke und eine Skulptur - auf besonderen Wunsch hin, könnten diese Elemente später aber auch nachgerüstet werden. Aufgewertet und auch vom Viertel genutzt werden soll dagegen die gute alte Litfaßsäule.

Passend zu den Aktivitäten im Viertel erfolgt die Umrüstung des Zebrastreifens zwischen Nikolaus­straße und „An der Scheuer” in eine Fußgängerampel, und auch im Verlauf der Eschweilerstraße soll durch Markierung von Fahrbahnverschwenkungen der Verkehr sicherer werden.
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