Stolberg - Giraffe, Mufflon und Krokodile in der Krippe

Giraffe, Mufflon und Krokodile in der Krippe

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Während vier Büsbacher Sternsinger bei Bundeskanzlerin Angela Merkel den Segensspruch ans Kanzleramt schrieben, besuchten Chantal Wiora, Amelie Bonnie, Lara und Maria (hinten) Claßen sowie Sarah Ketteniß (v.l.) die Redaktion unserer Zeitung. Foto: J. Lange

Stolberg. Am Dienstag kommt noch einmal richtig Bewegung in die Krippenlandschaften, die seit dem Advent die Gotteshäuser und sicherlich auch einige Wohnungen in der Kupferstadt schmücken. Wurde Weihnachten der Stall zu Bethlehem mit der Szene der Geburt Jesu Christi geschmückt, gilt es mit der Ankunft der Heiligen Drei Könige die Weihnachtsgeschichte zu komplettieren.

Ein Stück Eritrea ist in der Velauer Pfarrkirche St. Franziskus zu sehen. Pastor Dawit Mesghinna hat die im Altarraum aufgebaute Krippenlandschaft durch Figuren aus seiner Heimat Eritrea ergänzt. Neben einer Giraffe bevölkert die Krippe ein Krokodil und ein für Eritrea typisches Mufflon.

Präsentiert wurde die fantasiereiche Krippe auch am Sonntagnachmittag im Rahmen des Krippentages der Region Aachen-Land, der zum vierten Mal vom Bistum Aachen veranstaltet wurde unter dem Motto „Zu Gast in Bethlehem” stand. Mit Ausnahme der Atscher Pfarrkirche St. Sebastianus hatten alle Stolberger Gotteshäuser ihre Türen geöffnet, um Krippenfans die Gelegenheit zu bieten, die unterschiedlichen Krippenlandschaften in Augenschein zu nehmen.

Wer am Sonntag in St. Franziskus vorbeischaute, wurde mit selbst gebackenen Keksen und einem Becher Kakao bewirtet. Die leckeren Kekse hatte das Gemeindemitglied Lieselotte Paland gebacken. Und zum Abschluss des Krippentages in St. Franziskus gab es dann noch eine kleine Überraschung. Heike und Susanne Chauvistré spielten auf der Querflöte Weihnachtslieder.

Neben den Stolberger beteiligten sich auch Pfarrgemeinden in Alsdorf, Baesweiler, Eschweiler, Herzogenrath und Würselen am regionalen Krippentag. Ergänzt wurde dort die Präsentation der Krippen durch Konzerte, Krippenspiele, Meditationen, Chorvorführungen und Gespräche.

Und bis zum Dreikönigstag ziehen Messdiener als Sternsinger auch durch die Kupferstadt, um die Häuser zu segnen und um eine Spende zu bitten. „Kinder suchen Frieden”: Dieses Thema steht mit dem Beispielland Kolumbien im Mittelpunkt der Aktion 2009. Kolumbien ist zugleich das Partnerland des Bistums Aachen. Seit rund 40 Jahren tobt dort ein Bürgerkrieg zwischen Militär, Guerilla und paramilitärischen Gruppen. Vom Erlös der bundesweiten Sternsinger-Aktion können jährlich rund 3000 Projekte in fast 100 Ländern der Erde unterstützt werden.

Heilige Könige: Kaspar, Melchior und Balthasar

Kaspar, Melchior und Balthasar werden diejenigen genannt, die als die Heiligen Drei Könige in die Geschichte eingegangen sind. Nach dem Evangelium des Matthäus kommen zur Geburt Jesu Sterndeuter aus dem Morgenland, um ihn anzubeten und bringen ihre Geschenke Gold, Weihrauch und Myrrhen zu überbringen.

Bis zum 18. Jahrhundert waren die Reliquien der Heiligen Drei Könige Ziel bedeutender Wallfahrten. Bis heute ist der Brauch, am Dreikönigstag die Häuser zu segnen, erhalten. Dem liegt die Überzeugung zugrunde, dass der Segen der Heiligen Drei Könige Wohnhaus und Hof vor Unheil bewahrt.

Auf den Haustürrahmen werden die Jahreszahl und die Anfangsbuchstaben des Segensspruches „Christus mansionem benedicat” (Christus segne die Wohnung) geschrieben. Diese Buchstaben werden auch mit den Namen der Heiligen Drei Könige (Caspar, Melchior und Balthasar) in Verbindung gebracht.
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