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Gewerbegebiet: Neue Impulse für Stolbergs Camp Astrid

Von: -jül-
Letzte Aktualisierung:
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Ein wenig mehr getan hat sich mittlerweile im Gewerbegebiet Camp Astrid als diese Aufgabe zeigt, die aus dem Jahr 2010 stammt. Knapp eine Handvoll Unternehmen haben sich dort zusätzlich niedergelassen. Foto: (-jül-)

Stolberg. Neue Impulse setzen möchte der Bürgermeister bei der Vermarktung des Gewerbegebietes Camp Astrid. „Wir möchten die Akquise weiter professionalisieren“, sagt Tim Grüttemeier und schlägt dem Stadtrat vor, einen Geschäftsbesorgungsvertrag mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Städteregion (WFG) abzuschließen.

Damit reagiert der Bürgermeister auf Kritik und Unverständnis aus den politischen Gremien in den vergangenen Monaten zur Vermarktungssituation. Insbesondere dem schleppenden Abverkauf der Grundstücke möchte der Verwaltungschef mit neuen Akzenten begegnen. Dazu zählt neben der Vorbereitung einer verbesserten Breitbandanbindung, die im kommenden Jahr realisiert werden soll, eine neu Positionierung des Vermarktungskonzeptes.

Zehn Jahre keine freie Flächen

Bis dato zogen sich Ansiedlungsgespräche über mehr als zwei Jahre bis zu einer Kaufentscheidung hin, berichtet Camp-Geschäftsführer Detlef Werry. Gründe dafür sieht er einerseits in den Hürden bei einer Bankenfinanzierung, vor allem aber auch in der Struktur interessierter Investoren. Firmeninhaber arbeiteten oft selbst im Betrieb mit und stellten Verlagerungsinteressen immer wieder hinten an. Ebenso wirke sich immer noch aus, dass Stolberg von 1999 bis 2009 über keine freien Gewerbeflächen verfügt hatte.

„Erst jetzt entsteht bei Gewerbetreibenden wieder ein Bewusstsein dafür, dass auch die Kupferstadt über freie Potenziale verfügt“, erläutert Werry, der neben seiner nebenamtlichen Tätigkeit als Geschäftsführer das Wirtschaftsförderungsamt der Stadt leitet. Durch eine Einbindung der WFG in eine aktivere Vermarktung der Flächen im Camp Astrid würde Werry auch mehr Spielraum für andere Aufgaben der Wirtschaftsförderung gewinnen. Bei ihm als Geschäftsführer der beiden Gesellschaften sollen rein die administrativen Aufgaben verbleiben.

Die WFG wiederum würde eigens mit einem Mitarbeiter zunächst für zehn Stunden in der Woche die Vermarktung von Camp Astrid forcieren, der seinen Sitz im Wirtschaftsförderungsamt nehmen soll. Ab Januar soll er ein neues Marketingkonzept erarbeiten und möglichst erfolgreich umsetzen. Das Honorar für die WFG von jährlich knapp 30 000 Euro soll über die Camp Astrid Verwaltungs GmbH gezahlt werden.

Vorratspolitik betreiben

Darüber hinaus mahnt Werry den Stadtrat, dass Stolberg auch für die Zukunft Vorsorge treffen muss, um über eigene freie Gewerbeflächen verfügen zu können. „Es muss eine Vorratspolitik betrieben werden“, erklärt der Amtsleiter. Frei werdende Altstandorte oder auch Flächen auf der grünen Wiese müssten erworben und entwickelt werden, um auch in Zukunft ausreichend Gewerbeflächen vorhalten zu können. Dazu zählt Werry auch größere zusammenhängende Flächen von bis zu 100.000 Quadratmeter, die für Logistik- oder Großunternehmen interessant sein könnten.

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