Stolberg - Gewalt von Männern erkennen und vorbeugen

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Gewalt von Männern erkennen und vorbeugen

Von: Kolja Linden
Letzte Aktualisierung:
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Haben ein Projekt zur Gewaltprävention aufgelegt: Susanne Goldmann, Käthe Büchel, Renate Wallraff, Sylvia Reinders, Claudia Blau und Kay Winther (v.l.) vom Arbeitskreis gegen häusliche Gewalt. Foto: K. Linden

Stolberg. In den meisten Fällen geht Gewalt, auch häusliche, von Männern aus. Opfer sind Frauen, Mädchen, Jungen und andere Männer. Erstaunlich ist dabei, dass männliche Gewalt immer noch in vielen Bereichen ein Tabu-Thema ist. Das zumindest sagt Kay Winther.

Er ist Schulsozialarbeiter an der Hauptschule Kogelshäuserstraße und ein erfahrener Trainer in der Männerarbeit. Die Folge: Es gibt nur wenig öffentliche Förderung und deshalb so gut wie keine Projekte zur Prävention von Männergewalt.

Das soll sich ändern. Der Stolberger Arbeitskreis (AK) gegen häusliche Gewalt hat ein Projekt ins Leben gerufen, das sich genau dieser Aufgabe widmet. Und hat damit offensichtlich Eindruck gemacht beim NRW-Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration. Denn das Ministerium fördert das Projekt des AK mit rund 6000 Euro, der Bescheid darüber kam in der vergangenen Woche.

Das Projekt, das am kommenden Dienstag, 10. November, startet, widmet sich der Weiterbildung so genannter Multiplikatoren. Dabei handelt es sich um Männer aus pädagogischen Arbeitsfeldern, die im Rahmen dieser Fortbildungen lernen sollen, Probleme der häuslichen Gewalt bei männlichen Jugendlichen gezielter zu erkennen und behandeln zu können.

Multiplikatoren, an die sich das Fortbildungsangebot des AK richtet, sind nicht nur Lehrer an Schulen, sondern auch Männer, die zum Beispiel bei den Pfadfindern, Sportvereinen, der Polizei oder Feuerwehr, als Erzieher in Kinderheimen oder Sozialarbeiter in Jugendtreffs tätig sind.

Der Arbeitskreis freut sich über jeden, der an einer der angebotenen Fortbildungen teilnehmen möchte, die sich ausschließlich an Männer richten. Interessenten können sich an die Gleichstellungsstelle der Stadt Stolberg, Teelfon 76683-19 (Susanne Goldmann), wenden. Die E-Mail-Adresse lautet: gleichstellung@stolberg.de.

Folgende Termine stehen bereits fest: Entstehungszusammenhänge von Gewalt im familiären Umfeld: 10. November; Persönliche Einstellung zu Gewalt: 17. November; Selbstkontrolle und Handlungsfähigkeit: 24. November; Kreative Konfliktlösung und Kommunikation: 1. Dezember; Gewaltfreies Zusammenleben in Partnerschaften: 10. Dezember; Selbstbehauptungstraining für heranwachsende Männer: als Wochenendseminar am 18./19. Dezember sowie am 15./16. Januar 2010.

Noch nicht terminiert sind folgende Themenabende: Auswirkungen von Gewalt im familiären Kontext; Intervention oder Prävention; Täterarbeit ist gleich Opferschutz; Gewalthandlungen und ihre Konsequenz; Aspekte von Männlichkeit - früher, heute und zukünftig.
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