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Gesundheit: Berufskolleg setzt neuen Schwerpunkt

Von: Marie-Luise Otten
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Vorfreude auf den neuen gymnasialen Zweig am Berufskolleg, der zum Schuljahr 2014/15 gebildet wird, herrscht offenbar nicht nur bei Schulleiterin Ingrid Wagner (l.). Foto: M.-L. Otten

Stolberg. Mit dem Schuljahr 2014/15 wird am Berufskolleg Stolberg/Simmerath das „Berufliche Gymnasium für Gesundheit“ eingeführt. Für die Landesregierung ist Stolberg die 17. Schule, die an diesem Schulversuch in NRW teilnimmt. Die in drei Jahren zu erlangende allgemeine Hochschulreife (Abitur) bietet neben der Zugangsberechtigung für die Hochschule eine Vielzahl von Perspektiven in vollkommen neuen Berufszweigen.

„In praxisorientierten Lehr- und Lernarrangements wird das Interesse an wissenschaftlicher Forschung sowie die Kooperationsbereitschaft zum eigenverantwortlichen Lernen besonders gefördert“, kündigt Ingrid Wagner an. Hier tue das „Labor im Klassenzimmer“ gute Dienste. „Jeder Schüler hat einen eigenen Platz und kann das Wissen aus dem Unterricht in die Praxis umsetzen.

Außerschulische Lernorte und die Unterstützung durch Experten bereichern die Bildungsarbeit“, so die Schulleiterin. Praxiszeiten bei den Kooperationspartnern (Krankenhäuser, Gesundheitsämter, Krankenkassen) böten zudem berufliche Orientierung und Einblicke in zukünftige Studieninhalte.

„Stolberg benötigt für eine Eingangsklasse 36 Anmeldungen. Wir sind sehr zuversichtlich, diese Zahl zu erreichen, da das Einzugsgebiet die gesamte Städteregion umfasst“, so Schulleiterin Ingrid Wagner.

Wer die neue Oberstufe besuchen möchte, braucht den Qualifikationsnachweis auf seinem Abschlusszeugnis der Sekundarstufe I – unabhängig von der zuvor besuchten Schulform. Eine Altersbeschränkung für die Aufnahme gibt es nicht.

Da das Berufliche Gymnasium für Gesundheit naturwissenschaftlich ausgerichtet ist, müssen alle Absolventen die Leistungskurse Gesundheit und Biologie sowie den Grundkurs Biochemie belegen. Zu den berufsbezogenen Fächern gehört auch Psychologie.

2012 als Europaschule zertifiziert, verfügt das Berufskolleg über viele internationale Kontakte. „Über den Tellerrand hinwegzuschauen ist auch gut für die Persönlichkeitsentwicklung“, so Wagner. „Wir haben viele Auszubildende und Erzieherinnen, die ihr Praktikum in verschiedenen europäischen Ländern machen, und sehen immer in glückliche Gesichter, wenn diese zurückkommen.“ „Crashkurse“ in den Sprachen des jeweiligen Landes und Landeskunde helfen am Anfang, sich besser zurechtzufinden.

Sehr gute Kontakte gibt es mit einem Krankenhaus in Rio de Janeiro und mit Forschungseinrichtungen in den Niederlanden. Die Schulleitung überlegt sogar, Niederländisch als dritte Fremdsprache einzuführen.

Was die neue gymnasiale Oberstufe betrifft, wird diese vom Klassenlehrer in einem festen Klassenverband bis zum Abschluss der Abiturprüfung beraten und begleitet. In der Einführungsphase (Jahrgangstufe 11) machen sich die Jugendlichen mit den inhaltlichen und methodischen Anforderungen vertraut. Die Qualifikationsphase (12 und 13) baut auf der Einführungsphase auf und bereitet systematisch auf die Abiturprüfung vor.

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