Stolberg - Gesellschaft für Stadtmarketing will Kommunikation verbessern

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Gesellschaft für Stadtmarketing will Kommunikation verbessern

Von: Jürgen Lange
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Spenden erhofft: Verkabelung,
Spenden erhofft: Verkabelung, Stromanschlüsse, Montage, Reparatur und Instandhaltung sind die Posten, die alljährlich bei der Weihnachtsbeleuchtung auf der Einkaufsachse zwischen Mühle und Oberstolberg für die SMS ins Geld gehen. Foto: J. Lange

Stolberg. „Wir sind noch nicht sprachlos”, betont der Vorstand des Stolberger Stadtmarketings (SMS), nachdem Patric Peters als Vorstandssprecher erst einmal sein Amt niedergelegt und sich aus der aktiven Arbeit zurückgezogen hat.

„Wir sind ein Vorstand”, sagt Michael Krajewski, der sich über jeden freut, der aktiv mitarbeiten möchte. Marita Matousék, Anja Hoschatt, Ahmet Ekin und Ferdi Gatzweiler als Bürgermeister bilden die Kernmannschaft an der Spitze; Ralf Fähnrich zählt auch ohne Vorstandsamt zu den Aktivposten der Crew.

Die gesteht sicherlich ein, in der vergangenen Zeit eher ruhig hinter den Kulissen gearbeitet zu haben. „Vielleicht war das ein Fehler, weil SMS dadurch nicht so wahr genommen wurde”, sinniert Krajewski. Dennoch sei das Team nicht minder erfolgreich, wenn auch sehr beschäftigt mit vielen kleinen Details gewesen.

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Beispielsweise mit der Abstimmung der verkaufsoffenen Sonntage im Stadtgebiet. „Wenn man dazu zu einem Treffen einlädt und nur drei Einzelhändler nehmen teil, dann ist das schon beschämend”, sagt Marita Matousék. „Dann sollte sich im Nachhinein aber auch keiner beschweren.”

Die Kommunikation - nach innen wie nach außen - muss verbessert werden, hat die SMS-Leitung erkannt. Ein neuer, zeitgemäßer Weg dazu ist bereits eingeschlagen: Die Gesellschaft für Stadtmarketing Stolberg ist mittlerweile auf der sozialen Internetplattform Facebook vertreten. „Einfach anmelden, SMS eintippen und schon findet man zu uns”, sagen Anja Hoschatt und Ralf Fähnrich, die den Einstieg ins virtuelle Freundesleben vorbereitet haben. Aber selbst dies will gepflegt und genutzt werden. „Aber dies ist vielleicht auch ein Weg, sich schneller und einfacher abstimmen zu können”, hofft Michael Krajewski, Entscheidungswege verkürzen zu können. „Schließlich sind wir lediglich ehrenamtlich engagiert und gehen alle noch einer zeitaufwendigen Tätigkeit nach.”

Zu den ehrenamtlichen Erfolgen zählt auch das Leerstandsmanagement. Immerhin ist es gelungen, drei Ladenlokale an neue Geschäftsinhaber zu vermitteln. Auch ihre Rolle als „Mittler zwischen Bürgern und Stadt” sieht die SMS intensiver frequentiert, als es nach außen deutlich wird. Andrea Schweden, die stundenweise die Geschäftsstelle der SMS besetzt, kann sich jedenfalls über mangelnde Anfragen der unterschiedlichsten Art nicht beklagen. Das fängt an bei der Suche nach Ladenlokalen und Gewerbeflächen, reicht über die Suche nach Übernachtungsmöglichkeiten und Ausflugstipps bis hin zur ganz normalen Orientierungshilfe im Stadtgebiet. „In den meisten Fällen können wir einfach die richtigen Kontakte vermitteln”, sagt Schweden.

Besonders stolz ist der Vorstand jedoch darüber, dass bei diesen Kupferstädter Weihnachtstagen die Altstadt einbezogen werden kann in die Illumination - dank eines 50-prozentigen Zuschusses der Städteregion zur Investition in ein kleines Lichtermeer aus LED-Beleuchtungselementen. Vom Königswagen am Steinweg bis zur Burg ziehen soll sich der neue Lichterschmuck und damit die ersten Elemente, die dank privater Initiative bereits aufgehängt werden können, weiträumig ergänzen.

Dazu ist die Dekoration von rund 70 Bäumen mit bis zu 1800 Lichtern vorgesehen, was einem Bedarf von 250 Lichterketten nebst Zubehör entspricht. Außerdem sollen 100 laufende Meter Girlanden beschafft werden. Nicht vergessen werden soll dabei die Stolberger Burg. Ihre herausragende Stellung soll gewürdigt werden. 25 000 LED sollen das Wahrzeichen in ein weihnachtliches Licht tauchen. Nun stehen die SMS-Leute vor der Umsetzung des Projektes, denn das ganze Lichtermeer soll schließlich auch seinen repräsentativen Platz in den Gassen der Altstadt finden.

Mit der Beschaffung des neuen, zusätzlichen Equipments enden natürlich nicht die Sorgen mit dem Altbestand. Der soll weiter unterhalten werden und wie gewohnt entsprechend dem eingegangenen Spendenbetrag von der Mühle bis zur Burgstraße die innerstädtische Einkaufsstraßen in weihnachtliches Licht tauchen. Das Einholen der Gelder dafür steht der SMS-Crew im Wesentlichen noch bevor.

Diese werden zur Instandhaltung und Reparatur defekter Lichterketten eingesetzt, vor allem aber dienen sie dazu, die aufwendige Installation nebst elektrische Anschlüsse zu finanzieren. Mit den Kosten für Strom übernimmt die EWV einen ordentlichen Beitrag zur Illumination des Firmenstandortes. Gleichwohl wird der Umfang der Weihnachtsbeleuchtung in den Einkaufsstraße vom finanziellen Engagement des Einzelhandels abhängen müssen, hoffen Krajewski und seine Mitstreiter auf spendable Einzelhändler, wobei der SMS durchaus bewusst sei, dass immer mehr Handelsketten Ladenlokale betreiben und deren Beteiligung sich zumeist in Grenzen halte.

Allerdings auch die Reihen des Stadtmarketings haben sich gelichtet. Derzeit 57 Mitglieder listet die Statistik auf; in besten Zeiten waren es 120. Auch dies schränkt die Handlungsfähigkeit des Stadtmarketings ein - die finanzielle wie die tatkräftige.

Auch deshalb will der Vorstand wieder verstärkt den Weg an die Öffentlichkeit suchen, um neue Mitglieder für die Arbeit des Stadtmarketings zu gewinnen und zu begeistern. „Tue Gutes und rede darüber”, muss laut Krajewksi die Maxime lauten. Und auch Patric Peters gilt nicht als verlorener Sohn. In einem bereits terminierten Gespräch sollen Irritationen der Vergangenheit aufgeklärt und der Weg für eine weitere aktive Mitarbeit geebnet werden. „Jeder, der für eine weitere positive Entwicklung der Kupferstadt mit anpacken möchte, ist wichtig und willkommen”, unterstreicht der Bürgermeister.
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