Stolberg - Gesamtschule in Stolberg: Elterninitiative sieht sich gestärkt

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Gesamtschule in Stolberg: Elterninitiative sieht sich gestärkt

Von: Michael Grobusch
Letzte Aktualisierung:

Stolberg. Ein bisschen parteipolitisch wird er dann doch, auch wenn er das Thema nach eigenem Bekunden eigentlich aus dem Landtagswahlkampf heraushalten will.

„Es ist schon bemerkenswert, wenn sich die CDU das Thema Gesamtschule jetzt auf die Fahne schreibt”, stellt Achim Graetz angesichts der Reaktionen auf die eindeutige Positionierung der Eltern bei der städtischen Bedarfsabfrage fest. Da er aber „Demokraten für lernfähig hält”, wertet er den Zuspruch auch als Zustimmung und sieht sich gemeinsam mit der Stolberger Elterninitiative in seiner Forderung bestärkt, in der Kupferstadt möglichst rasch eine Gesamtschule einzurichten.

„Spätestens Anfang 2011 muss ein konkretes Konzept vorliegen”, fordert der Sprecher und warnt davor, den Elternwillen durch Verzögerungstaktiken auszubremsen. „Die Nachfrage ist enorm, und dem muss man gerecht werden. Das gilt für Stolberg, aber auch darüber hinaus.” Denn für Achim Graetz steht fest: „In Sachen Gesamtschule muss man in größeren Dimensionen denken.” Vor allem deshalb, weil die Elterninitiative - und wohl auch die Stolberger Verwaltung - das potenzielle Einzugsgebiet nicht nur an der Vicht, sondern auch in den Eifel-Gemeinden Roetgen und Simmerath sieht. Und auch an der anderen Seite der Kupferstadt dürfte es Interessenten geben - beispielsweise in Eilendorf. „Das Thema ist von regionaler Bedeutung. Wir sprechen wir von einer Größenordnung, die mindestens fünfzügig ist”, erklärt der Sprecher, der den von der Stadt Stolberg angestrebten runden Tisch begrüßt, an diesem aber auch die Eltern vertreten wissen will. „Schließlich waren wir es, die den Stein im vergangenen Jahr ins Rollen gebracht haben.”

Um Steine wird es auch bei der Erarbeitung eines konkreten Planes gehen, schließlich muss für die Gesamtschule ein geeigneter Standort gefunden werden. „Ein Neubau ist auf absehbare Zeit nicht finanzierbar und somit nicht realisierbar”, weiß Graetz. Zeitnah müsse deshalb in enger Zusammenarbeit mit den Stolberger Schulleitern entschieden werden, welche bestehende Einrichtung in eine Gesamtschule umgewandelt werden kann. „Die Größe ist zu berücksichtigen, aber auch die zentrale Lage und eine gute Erreichbarkeit”, nennt Achim Graetz Kriterien, die aus Sicht der Elterninitiative bei der Auswahl von wesentlicher Bedeutung sind.

In politische Kreisen an erster Stelle gehandelt wird derzeit die Propst-Grüber-Hauptschule auf der Liester, die ebenso wie die Kogelshäuserschule seit längerem schwache Anmeldezahlen verzeichnet, im Gegensatz zu Letztgenannter in den vergangenen Jahren aber weder renoviert noch erweitert worden ist. Theoretisch kämen aber auch die Realschule I und das Goethe-Gymnasium in Frage.

Zu der durchaus brisanten Standortfrage wird sich die Verwaltung vorerst wohl noch nicht äußern. Immerhin aber will sie bei der nächsten Schulausschuss-Sitzung am 19. Mai das weitere Vorgehen, das für die Einrichtung einer Gesamtschule vonnöten wäre, aufzeigen.
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