Gesänge auf dem Finkenberg: Vom Barock bis zur Romantik

Von: mlo
Letzte Aktualisierung:
8399611.jpg
Gunther Antensteiner und Angela Buzari beim Konzert. Foto: M.L. Otten

Stolberg. Das Hochfest Mariä Himmelfahrt ist in 14 europäischen Ländern Nationalfeiertag. Dies war auch der Grund für den Internationalen Konzertzyklus auf dem Finkenberg, das vierte Konzerte mit Marianischen Gesängen vom Barock bis zur Romantik zu bestücken.

Angela Buzari war die Ausführende, deren Sopranstimme die voll besetzte Finkenbergkirche kraftvoll, ausgewogen, bis hin zum Piano füllte. Für die Begleitung am Cembalo und an der Orgel zeichnete Kantor Gunther Antensteiner verantwortlich.

Hingebungsvoll eröffnete Buzari mit dem „Salve Regina“ aus dem Geistlichen Konzert für Sopran und Cembalo von Georg Friedrich Händel den Konzertnachmittag. Die Vertonung des gleichnamigen Stückes von Marc-Antoine Charpentier meisterte sie mit Leichtigkeit und Anmut. Klanglich schön geriet auch das „Ave Maria“ von Luigi Cherubini, und im „O salutaris hostia“ aus der „Petite Messe Solennelle“ von Gioachino Antonio Rossini verzauberte sie ihr Publikum vollends.

Das „Ave Maria“-Gebet der Desdemona aus der Oper „Otello“ von Giuseppe Verdi stellt höchste Ansprüche an die Sopranistinnen. Angela Buzari setzte mit dem Stück aus Verdis Meisterwerk den Schlusspunkt. Sie sang bewegend und rührend – so schön kann Kirchenmusik sein. Die Sopranistin konnte sich an diesem Nachmittag besonders auf Gunther Anten­steiner verlassen, der an Cembalo und Orgel zwar dezent, aber doch farbkräftig begleitete. Es war schon erstaunlich, über welchen Reichtum an Klangfarben diese Instrumente verfügen.

Neben den Liedern zur Ehre der Muttergottes ließ sich Gunther Antensteiner sowohl barock als auch romantisch vernehmen. Er musizierte die „Englische Suite Nr. 3 g-Moll“ von J.S. Bach spielerisch leicht auf dem Cembalo. Dem gewichtigen Präludium folgten wundervoll vielgestaltige Tanzsätze, die das herausragende spielerische Können Gunther Antensteiners vorteilhaft zur Geltung brachten.

Aus der „Orgelsonate Nr. 4 in B-Dur“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy spielte er den pompösen Eingangssatz „Allegro con brio“, das fromme „Andante religioso“ und das „Alle­gretto“ als ein Lied ohne Worte. Beide Künstler wurden mit verdientem Beifall überschüttet. Das marianisch-musikalische Programm endete mit dem bekannten „Ave Maria“ von Bach/Gounod.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert