Stolberg-Breinig - Gegen den Steinbruch in Breinig: Thema Nummer eins ist der Lärm

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Gegen den Steinbruch in Breinig: Thema Nummer eins ist der Lärm

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
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Der Steinbruch des Anstoßes: Die Bürgerinitiative hat angekündigt, die Aktivitäten in Steinbruch weiter kritisch zu verfolgen.

Stolberg-Breinig. Die Bürgerinitiative „Rettet das Münsterländchen! Kein neuer Steinbruch zwischen Breinig, Dorff und Kornelimünster“ hat Karin Clauser einstimmig als 1. Vorsitzende bestätigt. Die Versammlung votierte ebenso geschlossen bei den weiteren Teilneuwahlen des Vorstands. Zuvor blickte die Vorsitzende auf das vergangene Jahr zurück, in dem die Bürgerinitiative den Beschluss des Oberverwaltungsgerichts hinnehmen musste, dass kein Revisionsverfahren gegen die Genehmigung des neuen Steinbruchs in Breinig zugelassen wird.

„Jetzt haben wir keine juristischen Möglichkeiten mehr, den Steinbruch zu stoppen. Unser Ansprechpartner ist nun das Umweltamt der Städteregion“, beschrieb Clauser bei der Jahreshauptversammlung der Bürgerinitiative, die derzeit 250 Mitglieder zählt. Als zuständige Behörde müsse das Umweltamt sicherstellen, dass alle Auflagen, die mit der Genehmigung des Steinbruchs verbunden sind, vom Betreiber erfüllt werden.

Derzeit würde von der Firma BSR aber auf dem Flurstück 45 gearbeitet, für das die Firma Blees bereits 1998 eine Genehmigung erhalten habe. „Diese alte Genehmigung ist leider praktisch mit keinen Auflagen verbunden“, erklärte Clauser.

Das Thema Nummer eins in Breinig sei zurzeit der Lärm. Bereits vor sieben Uhr morgens seien aus dem Steinbruch extrem laute Geräusche zu hören, wobei das ständige Tackern des Hydraulikmeißels als impulshafter Lärm die Menschen besonders belaste.

„Lärm ist Stress für den Körper und macht krank“, hob die Vorsitzende hervor. Zwar sei seitens des Umweltamts eine Lärmmessung erfolgt, doch sei diese gestellt gewesen: „Die Messung entspricht nicht der tatsächlichen Lärmbelästigung für die Anwohner.“ Diese sei zum Beispiel stark von Windrichtung und -stärke abhängig.

500 Breiniger

Momentan sammle die Bürgerinitiative Unterschriften vom Lärm betroffener Anwohner. Weit mehr als 500 lärmgeplagte Breiniger hätten die Unterschriftenliste bereits gezeichnet, und es würden noch mehr werden, stellte Clauser in Aussicht und erläuterte, die Liste noch vor der Kommunalwahl der Stolberger Politik vorzulegen.

Auch gegen die Sprengungen am 20. Februar habe es zahlreiche Beschwerden beim Umweltamt gegeben, da die Lautstärke enorm gewesen sei und heftige Erschütterungen in den Häusern der Anwohner zu spüren gewesen seien.

Clauser betonte, die Bürgerinitiative werde auch in Zukunft auf die Einhaltung der Nebenbestimmungen der Steinbruch-Genehmigungsbescheide achten und Abweichungen von den Auflagen dem Umweltamt melden. „Lärm, Staub, Erschütterungen und schmutzige Straßen sind unsere Probleme, auf die wir die zuständigen behördlichen Stellen und die Stolberger Politiker auch weiterhin aufmerksam machen.“

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