Gasversorgung: „Die Kunden brauchen sich keine Sorgen zu machen“

Von: oha
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Stolberg. Im Wettbewerb um die Konzession für den Gasnetzbetrieb in der Gemeinde Waldfeucht ist die Energie- und Wasserversorgung (EWV) GmbH mit Sitz in Stolberg unterlegen. Die Alliander Netz Heinsberg AG beliefert Waldfeucht in den kommenden 20 Jahren mit Gas.

Welche Auswirkungen hat das für die EWV-Kunden in den übrigen Kommunen? Steigen hier jetzt die Gaspreise? Muss die Stadt Stolberg als einer der größten EWV-Anteilseigner (14,28 Prozent) jetzt mit einer geringeren Gewinnbeteiligung rechnen?

EWV beruhigt seine Kunden: „Es handelt sich in Waldfeucht gerade einmal um 500 Hausanschlüsse. Das heißt, wir verlieren das Netzengelt für diese Anschlüsse, behalten die Verbraucher aber weiterhin als Erdgaskunden“, teilte das Stolberger Unternehmen auf Anfrage mit. Durch den Konzessionswechsel erhielten die Waldfeuchter einen neuen Netzbetreiber, aber keinen neuen Erdgasversorger. Hinzu komme, dass EWV sein Netz dort nicht einfach an den Konkurrenten Alliander übertrage, sondern zu einem guten Preis verkaufe. EWV-Sprecherin Michaela Humphries: „Auch davon profitiert die Stadt Stolberg und bekommt in diesem Fall erst einmal mehr Geld.“

Eventuell werde EWV darüber hinaus einige Aufgaben betriebsführend für Alliander übernehmen, ähnlich wie man das bereits in der Stadt Heinsberg tue. Natürlich nicht unentgeltlich.

Humphries beruhigt weiter: „Zudem müssen wir das Ganze in Relation zur Gesamtsituation betrachten. Unsere Tochter regionetz verlegt als Netzbetreiber rund 1500 neue Erdgasanschlüsse im Jahr und betreibt mehr als 60 000 Anschlüsse.“ Insgesamt gesehen, seien die wirtschaftlichen Auswirkungen durch den Konzessionsverlust in Waldfeucht deshalb weitestgehend neutral. Auch wenn man natürlich gerne das Netz dort weiter betrieben hätte.

Humphries: „Die Stadt Stolberg braucht sich jedenfalls keine Sorgen zu machen. Der Konzessionsvertrag über die Belieferung mit Gas zwischen der Stadt Stolberg und EWV läuft noch bis zum Jahr 2023.

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