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Garten gießen künftig ohne Abwassergebühr

Von: Ottmar Hansen
Letzte Aktualisierung:

Stolberg. Wer im Sommer seinen Garten gießt, kann dadurch Abwassergebühren sparen. Der Stadtrat kam jetzt einer Vorgabe des Verwaltungsgerichtes nach und änderte entsprechend die Abwassersatzung der Stadt. Die Stadt hatte bislang eine Mindestgrenze für den Gebührenabzug eingeführt.

Wer weniger als 15 Kubikmeter Frischwasser zum Gießen seiner Blumen oder zum Befüllen des Gartenteiches nutzte, musste trotzdem dafür die vollen Abwassergebühren zahlen. Erst für die darüber hinaus gehende Menge konnte eine Gebührenbefreiung beantragt werden. Das sei nicht rechtens, entschied das Gericht. Die Gebührenbefreiung müsse schon ab dem ersten Kubikmeter Wasser gelten, der im Gartenbeet und eben nicht in der Kanalisation lande.

Nur mit Wasseruhr

Voraussetzung für die neue Regelung ist allerdings, dass die Wassermenge für den Garten über eine eigene Wasseruhr erfasst wird und so nachgewiesen werden kann. Es bleibt aber ansonsten bei der Abgabe von 1,37 Euro je Quadratmeter versiegelter Fläche und 2,79 Euro je Kubikmeter Schmutzwasser.

Der Rat beschloss ferner die Aufstellung des Bebauungsplanes „Süssendell“. Hintergrund ist: Die Gesellschaft für Altenhilfeeinrichtungen der Arbeiterwohlfahrt will im Bereich des ehemaligen Hotel-Restaurants „Süssendell“ in Mausbach eine Pflegeeinrichtung für 80 Menschen einrichten, die vor allem an Demenz erkrankt sind. Diese Einrichtung könnte durchaus einen Modell-Charakter aufweisen, da ein ähnliches Haus bislang nur in den Niederlanden realisiert wurde. Auf dem etwa 3,4 Hektar großen Gelände könnte eine Anlage mit fünf eingeschossigen Wohnhäusern sowie Gemeinschaftseinrichtungen wie einem Werkhof, einer Gärtnerei, einem kleinen Backhaus und einem Café errichtet werden. Außerdem soll es einen „Dorfplatz“ geben.

Wald bleibt unberührt

Der Waldbestand auf dem Grundstück bleibt von dem Bauvorhaben unberührt. Auf den nicht bewaldeten Flächen sollen Obstbäume gepflanzt werden, auch die Haltung von Kleintieren soll ermöglicht werden.

Die Leichtathletikanlagen am Stadion Glashütter Weiher haben eine Sanierung dringend nötig. Der Rat kam deshalb überein, für dieses Projekt 54 000 Euro zur Verfügung zu stellen. Den Sportvereinen und den Schulen sollen so wieder ordentliche Trainingsmöglichkeiten geschaffen werden. Das Stadion ist die einzige Wettkampfanlage in der Stadt, die auch für höherklassige Veranstaltungen der Leichtathleten zugelassen ist.

Jetzt soll zum Beispiel die defekte Kugelstoßanlage erneuert werden. Gleiches gilt für die Diskus- und Hammerwurfanlage im Stadion. Die Weitsprunggrube samt Tartan-Anlaufbahnen werden wieder verkehrssicher gemacht. Ein neuer Transportwagen für die Hürden soll ebenfalls angeschafft werden.

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