Ganz sicher: „Dieser Baum wird Früchte tragen!”

Von: Sarah Sillius
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Unter seinen neuen Blättern stehen sie gerne: Ferdi Gatzweiler und StefanieLuczak (Mitte) umrahmt von Mitstreitern. Foto: S. Sillius

Stolberg. Die kupfernen Blätter, die den Baum der Toleranz schmücken, glitzerten dieser Tage in der Sonne. Seit September letzten Jahres steht er nun vor dem Stolberger Rathaus, aber Bürgermeister Ferdi Gatzweiler findet: „Es ist so, als hätte er schon immer hier gestanden.”

Gemeinsam mit den vielen Beteiligten der Aktion weihte er den Baum nun offiziell ein. Mit diesem Symbol sei ein weiterer wichtiger Schritt gegen den Rassismus in Stolberg unternommen, meint Gatzweiler.

Offener Wettbewerb

Es ist eine lange Geschichte, die von der ersten Idee des Baumes bis zu seiner Verwirklichung erzählt: Alles begann mit der Gründung des Bündnisses gegen Rechts. Dieses schrieb einen offenen Wettbewerb an den Stolberger Schulen aus - mit der Aufgabe, ein Zeichen gegen Rechtsradikalismus zu setzen. Am Goethe-Gymnasium in der Arbeitsgemeinschaft gegen Rassismus entstand die Zeichnung vom Baum der Toleranz.

Wie dieses Konzept über viele Ecken zu seiner Verwirklichung gelangte, daran erinnert sich Ferdi Gatzweiler noch genau: „Die Idee wurde an die Teilnehmer des Schmiedetreffens sowie an die Mies-van-der-Rohe-Schule herangetragen.”

Die Auszubildenden der Schmiede-Klasse von Lars Otte setzten den Entwurf in ein drei-dimensionales Objekt um - und gewannen damit auch noch einen weiteren schulischen Wettbewerb. „Hierbei ging es um gesellschaftspolitische Themen, mit denen sich die Schüler auseinandersetzen und die sie dann umsetzen sollten”, so Otte.

Noch schöner und voller wurde der Baum durch den Sponsorenlauf des Atscher Sportvereins, der im Rahmen des Tags gegen Rechts stattfand. Für jeden Teilnehmer des Laufs spendeten die Schmiede ein weiteres Blatt.

Stefanie Luczak, Schulleiterin des Goethe-Gymnasiums, ist begeistert davon, wie die Idee ihrer Schüler-AG weiter entwickelt wurde und wie viele Blätter der Baum inzwischen trägt.

Dabei ist er noch nicht ganz vollendet: Sobald wie möglich soll er eine dazugehörige Tafel erhalten. „Und vielleicht werden die Blätter noch mit Aussagen gegen Rechts versehen”, verrät Gatzweiler und ist vom symbolisch hohen Wert des Baumes aber schon jetzt überzeugt: „Er wird auf jeden Fall Früchte tragen.”
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