Stolberg-Schevenhütte - Ganz nah dran an der Note „ungenügend”

Ganz nah dran an der Note „ungenügend”

Von: Johannes Mohren
Letzte Aktualisierung:
Die alte Wehebachbrücke und d
Die alte Wehebachbrücke und die ergänzende Fußgängerbrücke sollen durch ein neues Bauwerk ersetzt werden. Foto: J. Mohren

Stolberg-Schevenhütte. Momentan läuft der Verkehr nur einspurig über den Wehebach in Schevenhütte. Denn bei der routinemäßigen Bauwerksprüfung wurde die 1947 errichtete Brücke auf der Nideggener Straße/Abzweigung „Zum Backofen” mit der Zustandsnote 3,4 auf der von 1 bis 4 reichenden Skala versehen.

Diese Bewertung weist auf einen „kritischen Bauwerkszustand” hin - am Prädikat „ungenügend” (ab 3,5) schrammte die Brücke nur denkbar knapp vorbei.

Die Beschränkung auf eine halbseitige Befahrung soll das marode Bauwerk übergangsweise entlasten und sichern. Die Pläne für den Bau einer neuen Brücke sind aber bereits ausgearbeitet. „Wir rechnen mit rund acht Monaten Bauzeit und stellen uns auf einen Baubeginn noch in diesem Jahr ein”, betonte Arnd Meyer, Projektleiter des Landesbetriebs Straßenbau NRW, bei einer Infoveranstaltung im „Hotel Casino” in Schevenhütte, zu der der örtliche Heimat- und Verkehrsverein eingeladen hatte.

In trockenen Tüchern ist der Baustart jedoch keinesfalls. Denn da die Sanierung Aufgabe des Landes ist und die Finanzierung somit aus Landesmitteln erfolgt, muss zunächst die Politik in Düsseldorf grünes Licht geben: „Noch gibt es aber gar keinen Haushalt”, betonte Meyer.

Wenn es dann losgeht, soll die kleine Fußgängerbrücke, die momentan die Autoquerung ergänzt, einer Umfahrung weichen. Der Ersatzbau, ein aufgeschütteter Straßendamm, soll während der gesamten Bauzeit einen (möglichst) reibungslosen Verkehrsfluss sicherstellen. „Er wird einspurig sein, das heißt, wir werden für diesen Zeitraum Ampeln installieren”, führte Meyer aus. Wenn die provisorische Fahrbahn befahrbar ist, sollen die Arbeiten an der Brücke beginnen. Das alte Modell wird dann nach über 65 „Dienstjahren” abgebrochen.

Die neue Wehebachbrücke wird über einen Meter breiter als ihre Vorgängerin, Gehwege sind integriert. Ist der Neubau fertiggestellt, wird die Umfahrung zurückgenommen und das Projekt mit der Erneuerung der Stützwände abgeschlossen. „Wir haben das Ziel, das Ortsbild nicht großartig zu verändern”, legte Meyer dar. Ein neuer Blickfang wird lediglich das Geländer sein. Die moderne Metallstrebenbegrenzung soll nicht nur den Blick in den Bach ermöglichen, sondern bei der Ausfahrt aus der Straße „Zum Backofen” auch für eine bessere Einsicht in die Nideggener Straße sorgen.
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