Whatsapp Freisteller

Fußballturniere: Der Ärger aus dem Vorjahr ist vergessen

Von: Kolja Linden
Letzte Aktualisierung:
turniere-bu
Attraktive Spiele, viele Zuschauer: So soll es sein bei den Turnieren. Unser Bild entstand beim Endspiel um den BSR-Cup in Gressenich, das Breinig (Nick Capellmann, weiße Hose, im Zweikampf mit Thorsten Hansen) erst im Elfmeterschießen gegen die SG Stolberg gewann. Foto: J. Schlegelmilch

Stolberg. Überschneidungen, Verschleißerscheinungen, Absagen: Vor einem Jahr sah es düster aus bei den Sommerturnieren der Stolberger Fußballvereine. Weil Turniere teilweise gleichzeitig stattfanden und obendrein noch Stolberger Teams im Kreispokal antreten mussten, war der Ärger, der dann tatsächlich eintrat, quasi programmiert.

Gleich mehrere Partien bei Stolberger Turnieren fielen aus, andere gerieten sportlich zur Farce, weil manche Vereine statt mit der ersten Mannschaft lieber mit Mischungen aus Reserve und Altherren-Team antraten.

„Einigkeit schaffen für attraktiven Fußball” titelte am 5. August vergangenen Jahres diese Zeitung, nachdem bereits drei Wochen zuvor über die vielen Terminkollisionen und Spielausfälle berichtet worden war.

Und genau diese Einigkeit haben die Beteiligten für dieses Jahr offensichtlich erzielt. „Wir haben uns im Winter zusammengesetzt und einen Zeitplan entwickelt”, erinnert sich Dieter Jollet.

Sein Verein, der SV Breinig, ist in diesem Jahr besonders gefordert, neben dem traditionellen EVS-Cup richten die Breiniger auch noch die Stadtmeisterschaft aus. „Wir haben nur eine Überschneidung unseres Turnier mit dem Konrad-Simons-Pokal des FC Stolberg, aber da nehmen ja ganz unterschiedliche Mannschaften teil”, sagt Jollet.

In der Tat muss nur der VfL Vichttal, der seinen Autopark-Stolberg-Pokal bereits über die Bühne gebracht hat, auf zwei Hochzeiten tanzen: Sollte der Bezirksligist am Donnerstag gegen Eicherscheid gewinnen, ist er gleichzeitig beim EVS-Cup in Breinig und beim Samstag beginnenden Konrad-Simons-Turnier auf der Rotsch aktiv.

Für Vichttals Vorsitzenden Michael Frey kein Problem: „Wir haben 40 Leute für die erste und zweite Mannschaft, das reicht sicher aus für zwei schlagkräftige Teams.”

Zwar werde in Breinig wohl eher die erste Mannschaft auflaufen, aus deren Kader seien aber genügend Spieler übrig, die auf der Rotsch antreten können, gemeinsam mit Spielern der Reserve.

Darauf ist auch Hans-Josef Siebertz gespannt, der davon ausgeht, die erste Mannschaft aus Vichttal beim Turnier seines FC Stolberg zu sehen. Damit diese komplett dort aufläuft, müsste der VfL aber wohl in Breinig ausscheiden.

Trotzdem, dies ist und bleibt die einzige Überschneidung eines ansonsten gut durchgeplanten Turniersommers. Was laut Hans-Josef Siebertz auch daran liegt, dass es den PWK-Druck-Pokal der DJK Frisch-Froh nicht mehr gibt. Das habe den Terminplan etwas entzerrt. „Im Moment kann man nichts Negatives sagen, wir kommen uns nicht ins Gehege”, sagt Siebertz.

Dem kann Michael Frey nur beipflichten: „Man sollte sich auf jeden Fall auch für 2011 wieder zusammensetzen”, findet der Vorsitzende des VfL Vichttal.

In diesem Jahr sei es allerdings auch einfacher gewesen, gibt Frey zu Bedenken, weil der SV Breinig auch die Stadtmeisterschaft ausrichte. Damit gebe es einen Verein weniger, mit dem man sich absprechen müsse.

Dieter Jollet sieht darin allerdings keine große Schwierigkeit: In dem Zeitraum, in dem jetzt die Stadtmeisterschaft stattfinde, hätte auch ein anderer Verein diese ausrichten können.

Dieser andere Verein wird im kommenden Jahr der FC Adler Büsbach sein, der 2011 sein 100-jähriges Jubiläum feiert. Für Axel Wirtz kein Problem: „Wir werden uns sofort nach der Stadtmeisterschaft zusammensetzen. Da ist dann eben Adler Büsbach mit im Boot.”

Der Vorsitzende der SG Stolberg, die bereits am 1. Juli den Reigen mit dem BSR-Cup eröffnet hatte, zieht ein positives Zwischenfazit: „Ich glaube, dass die Absprache, die wir früh getroffen haben, geholfen hat”, sagt Wirtz und bezieht sich vor allem auf die vier „großen” Turniere in Gressenich, Vicht und Breinig sowie die Stadtmeisterschaft. „Die Vorstände haben die Turnierabläufe sehr geschickt geplant.”

Zwar sagt er - auch mit Blick auf das eigene, sehr frühe Turnier - man müsse immer wieder über die Zeitabläufe nachdenken.

Aber eins hält Wirtz schon mal fest: „Das war ein gutes Jahr.” Zumindest in diesem Punkt dürfte er sich mit den anderen Vorsitzenden ebenfalls einig sein.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert