Stolberg - Für „Mieki” gelten jetzt neue Regeln

Für „Mieki” gelten jetzt neue Regeln

Von: gro
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Stolberg. Die Regeln werden neu definiert, die Zugangsbestimmung für das Hilfsprojekt „Mittagessen im Kindergarten” (Mieki) modifiziert - und verschärft.

„Wir sind im Wandel”, stellt Hans-Josef Wellmann fest und meint damit nicht nur den Umstand, dass mit Beginn der Schule und des Kindergartenjahres die übliche Fluktuation bei den Kindern eingesetzt hat.

„Wir wollen wieder mehr Sensibilität dafür schaffen, dass es sich um einen Fonds handelt, der schwache Familien unterstützt, und nicht um eine Selbstverständlichkeit, die bei Abgabe eines Zettels beansprucht werden kann”, erklärt der Vorsitzende der Arbeiterwohlfahrt Stolberg und Leiter des Projektes.

Die Änderungen sind ein Zeichen gegen allzu schnelle Automatismen. Sie sind aber auch eine Reaktion auf die stetig steigende Nachfrage, der die AWO und auch das beteiligte Jugendamt der Stadt Stolberg zuletzt nicht mehr gerecht werden konnte. Wellmann berichtet von einem „harten Ringen” und spricht von einem „Kompromiss”.

Beides aber war offensichtlich nötig, weil die Zahl der zu versorgenden Kinder die finanziellen Möglichkeiten zu übersteigen drohte. „Wir haben bei 160 einen Aufnahmestopp verhängt. Anfragen hatten wir aber für weit über 200 Kinder”, so Wellmann. 55.000 Euro beträgt mittlerweile das Jahresbudget, das ausschließlich über Spenden abgedeckt werden muss.

„Als wir die Aktion im Herbst 2007 initiiert haben, sind wir davon ausgegangen, dass wir nur eine kritische Phase von maximal zwei Jahren überbrücken müssten und die Finanzierung des Mittagessen dann als Aufgabe vom Land übernommen würde”, blickt der städtische Fachbereichsleiter Willi Seyffarth zurück. Öffentliche Mittel, das stellt Hans-Josef Wellmann mit großem Bedauern fest, gibt es aber bis heute keine. „Keinen einzigen Cent.”
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